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Flucht und humani­täre Hilfe: Reise­kosten­zuschüsse für Journalist­innen und Journalisten für eine Reise nach Mexiko

Um einen Beitrag zu einem differen­zierteren Bild über die welt­weiten Aufgaben und Heraus­forderungen der Vereinten Nationen zu leisten, bietet die DGVN im Oktober 2024 eine acht­tägige Informations- und Recherche­reise zum Thema Flucht und humani­täre Hilfe an.

Der Fluss Usumacinta im Bundesstaat Chiapas ist einer der Hauptzugangswege nach Südmexiko. (Foto: UNHCR/Pierre Marc René)

Im Jahr 2023 befanden sich welt­weit mehr als 108 Millionen Men­schen auf der Flucht. Flucht und Ver­treibung haben sich zu einem der zentralen globalen Themen des 21. Jahr­hunderts entwickelt und ihre Be­deutung nimmt an­gesichts des voran­schreitenden Klima­wandels weiter zu. Mexiko ist unter den fünf Ländern mit den meisten Asyl­anträgen welt­weit. So haben auch im letzten Jahr mehr als 140.000 Men­schen aus über hundert Staaten Asyl in Mexiko beantragt. Andere durch­queren das Land in der Hoff­nung, von dort aus in die USA zu gelangen. Im letzten Jahr hat die Grenz­behörde der USA mehr als 2,5 Millionen Kontakte an der Grenze zu Mexiko registriert. 

Auf ihrer Flucht­route sind die Men­schen häufig Gewalt und Unter­drückung aus­gesetzt. Die meisten Menschen kommen über die Grenze zu Gua­te­mala nach Mexiko – in Tapa­chula, im süd­lichen Staat Chia­pas haben im ver­gangenen Jahr bis zu 4.000 Men­schen pro Tag einen Asyl­antrag gestellt. An zahl­reichen Orten in Mexiko unterstützt das UN-Flüchtlings­kommis­sariat (UNHCR) dabei, die Rechte, die Inte­gration und das Wohl­ergehen der Men­schen zu schützen. Hinzu kommt die Unter­stützung von 370.000 Binnen­vertriebenen, also Mexi­kaner­innen und Mexi­kanern, die wegen Gewalt und organi­sierter Krimi­nalität ihren Wohn­ort ver­lassen mus­sten, um an einem anderen Ort in Mexiko Zu­flucht zu suchen. Daraus ergeben sich für das Land viel­fältige Heraus­forderungen: Unter­bringung, Gesund­heits­versorgung, Bil­dung, recht­liche Be­ratung, aber auch Inte­gration in den Arbeits­markt. 

Um einen Bei­trag zu einem differen­zierteren Bild über die welt­weiten Auf­gaben und Heraus­forder­ungen der Vereinten Nationen zu leisten, bietet die Deutsche Gesell­schaft für die Vereinten Nationen (DGVN) im Oktober 2024 eine acht­tägige Informations- und Recherche­reise zum Thema Flucht und humani­täre Hil­fe nach Mexiko an. Wir möchten mit dieser Recherche­reise Journalist­innen und Journalisten die Möglich­keit geben, sich ein um­fas­sendes Bild von der Situation vor Ort zu mach­en. Sie wer­den Zu­gang zu Flüchtlings­pro­jekten er­halten und sich direkt mit Be­trof­fenen, Regierungs­vertreter­innen und -ver­tretern, der lokalen Presse, Mitarbeiter­innen und Mitarbeitern von UNHCR sowie der deutschen Bot­schaft und deutschen Unter­nehmen vor Ort aus­tauschen kön­nen. 

Reisezeitraum und Programm

Die zehn­tägige Gruppen­reise findet im Oktober 2024 statt. Vor­gesehen ist der Hin­flug am 22. Oktober 2024 von Deutsch­land nach Mexiko City. Ge­plant sind weitere Fahrten/­Weiter­flüge in die nörd­liche Grenz­region (Villa­hermosa) und ein Be­such der süd­lichen Grenze (Monterrey/­Matamoros). Die Rück­ankunft in Deutsch­land ist für Samstag, den 31. Oktober 2024 vorgesehen. Ab­weichungen um ein bis zwei Tage sind möglich.

Wer kann sich bewerben?

Die Recherche­reise richtet sich an Journalist­innen und Journalisten mit großem Interesse an den Themen Flucht, humani­täre Hilfe sowie der Arbeit der Vereinten Nationen. Ins­beson­dere Journalist­innen und Journalisten von Regional­zeitungen, in denen die UN und Entwicklungs­fragen meist nur selten Thema sind, sind herz­lich ein­geladen, sich zu be­werben. Vertreter­innen und Vertreter von deutsch­sprachigen Medien, Radio und cross­mediale Journalist­innen und Journalisten sowie frei­beruflich Tätige können sich eben­falls be­werben, insofern sie eine Ab­nahme ihrer Medien­beiträge nach­weislich sicher­stellen kön­nen. Wir be­grüßen Bewer­bungen von Personen mit oder ohne Ein­wanderungs­geschichte, aller Reli­gionen und aller sexueller Identi­täten. Geschlechter­parität unter den Teil­nehmenden wird an­gestrebt, wobei ins­gesamt sechs Personen teil­nehmen kön­nen. Spanisch­kenntnisse sind von Vorteil.

Reisestipendium und Kosten

Für die Mit­reisenden fällt ein Eigen­beitrag in Höhe von 400 Euro an, der von den je­weiligen Heimat­redaktionen oder den Reisenden selbst über­nommen werden kann. Die darüber­hinaus­gehenden Kosten der Reise (Flüge ohne Zu­bringer, Unter­bringung/­Frühstück sowie Transfer- und weitere programm­bezogene Kosten vor Ort) werden von der DGVN über­nommen. Weitere Kosten des Auf­enthalts – etwa für Mahl­zeiten oder sonstige im Zu­sammen­hang mit der Reise ent­stehende Kosten (Impfungen, Visum etc.) – kön­nen nicht über­nommen werden. Da die DGVN nicht als Reise­veranstalter im Sinne des §§ 651a ff. BGB an­zusehen ist, akzeptieren alle Rei­senden gegen­über der DGVN je­glichen Haftungs­ausschluss. Be­werber­innen und Be­werber be­nötigen gül­tige Reise­dokumente.

Die Bewerber­innen und Bewerber ver­pflichten sich da­rüber hinaus, im Nach­gang der Rei­se, bis spä­testens drei Wochen nach Reise­ende, einen Text­beitrag für eines der Themen­portale der DGVN zu ver­fassen: https://frieden-sichern.dgvn.de/, https://menschenrechte-durchsetzen.dgvn.de/ oder https://nachhaltig-entwickeln.dgvn.de/. Erwartet wird außer­dem eine um­fang­reiche Bericht­erstattung in den an­sonsten be­lieferten Me­dien.

Bewerbung und Bewerbungsfrist

Der Bewerbung bei­zufügen ist ein Motivations­schreiben mit einer Auf­listung mög­licher journa­listischer Bei­träge im Nach­gang der Reise sowie

  • drei Arbeits­proben,
  • ein tabel­larischer Lebens­lauf,
  • ein Themen­vorschlag für den ver­pflich­tenden Artikel auf einem der Themen­portale der DGVN;
  • eine Ein­verständnis­erklärung des Arbeit­gebers/­Mediums, die Mitarbeiterin/­den Mitarbeiter für die Dauer der Reise frei­zustellen und die journalis­tischen Bei­träge in Fol­ge der Rei­se zeit­nah zu ver­öffent­lichen.

Bitte senden Sie die voll­ständige Be­werbung per E-Mail an Dr. Alfredo Märker (maerker@dgvn.de). Die Be­werbungs­frist endet am 19. April 2024. Über die Aus­wahl der Reisen­den ent­scheidet die DGVN. Ein Rechts­anspruch besteht nicht.

Wei­tere Infor­mationen – auch zu un­seren ver­gangenen Recherche­reisen – finden Sie unter https://dgvn.de/aktivitaeten/recherchereisen.

Kontakt

Dr. Alfredo Märker
Deutsche Gesell­schaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)
Zimmer­straße 26/27, 10969 Berlin
Tel.: +49 30 259 375 23
E-Mail: maerker@dgvn.de