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Glossar

Alle wichtigen Akteure und Begriffe rund um das Thema Vereinte Nationen und nachhaltige Entwicklung von A - Z.

Basler Konvention

Die Basler Konvention ist ein inter­nationales Umwelt­abkommen des UN-Umwelt­programms (UNEP), das seit 1989 die rechts­ver­bind­lichen Richt­linien zur Kontrolle grenz­über­schreitender Verbringung gefähr­licher Ab­fälle und ihrer fach­gerechten Ent­sorgung bestimmt.

Im Rahmen der COP14 zur Basler Kon­vention vom 29.4. bis 10.5.2019 in Genf COP steht für Conference of the Parties, zu Deutsch Vertrags­staaten­konferenz, und bezeichnet das höchste Gremium einer inter­nationalen Kon­vention tagten die 186 Mitglied­staaten der Basler Konvention zusammen mit den gleich­rangingen inter­nationalen Chemikalien-Konventionen: der Stockholm- und der Rotterdam-Konvention.

ECOSOC

Dem Wirtschafts- und Sozial­rat der Vereinten Nationen (Economic and Social Council – ECOSOC) gehören 54 Mitglied­staaten an. Als einem der sechs Haupt­organe der UN kommt ihm die Aufgabe zu, die für wirt­schaft­liche, soziale, kulturelle und humanitäre Themen zuständigen Sonder­organisationen, Fonds und Programme, Kommis­sionen und Ausschüsse zu koordinieren.

Die Beschlüsse des Rates sind nicht rechtlich bindend, er kann lediglich Empfeh­lungen abgeben und unter­steht zudem der Autorität der General­versammlung. Eine seiner wichtigsten Funktionen im Bereich Entwicklungs­politik ist die Unter­stützung der Mitglied­staaten bei der Aus­arbeitung der alle vier Jahre statt­findenden Über­prüfung der UN-Entwicklungs­aktivitäten (Quadrennial Comprehensive Policy Review – QCPR).

FAO

Die Ernährungs- und Land­wirtschafts­organisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organization of the United Nations – FAO) hat sich zum Haupt­ziel gesetzt, das Welt­ernährungs­problem zu lösen. Dabei konzentriert sich die in Rom ansässige Orga­nisation auf Ent­wicklungs­hilfe, Informations­kampagnen, Regierungs­beratung und auf ihre Rolle als inter­nationale thematische Informations­schnitt­stelle. Die FAO spielt besonders bei der Nahrungs­sicherung und der Ver­besserung der Lebens­verhältnisse der länd­lichen Bevölkerung eine wichtige Rolle.

Die Organisation setzt sich derzeit aus 194 Mitglied­staaten, zwei assoziierten Mitgliedern und einer Mitglieds­organisation (Europäische Union) zusammen.

Generalversammlung

Die UN-General­versammlung dient als Forum für globale Diskussions- und Meinungs­bildungs­prozesse, aus denen sich bestimmte Normen und Standard­setzungen entwickeln. Alle 193 Mitglied­staaten der Vereinten Nationen haben eine Stimme in der General­versammlung, sie ist eines der sechs Haupt­organe der UN.

Aufgrund der Viel­zahl an Themen, die in der General­versammlung behandelt werden, haben die Mitglied­staaten diese Themen­vielfalt, ähnlich wie nationale Parlamente, auf fünf Aus­schüsse ver­teilt. Für die Entwicklungs­fragen sind dabei der zweite (Wirt­schaft und Finanzen) und dritte Aus­schuss (Soziales, Humanitäre Fragen und Kultur) relevant.

HLPF

Das Hoch­rangige Politische Forum für Nach­haltige Ent­wicklung (High-level Political Forum on Sustainable Development, HLPF) ist die wichtigste Platt­form der Vereinten Nationen für nach­haltige Ent­wicklung und spielt eine zentrale Rolle bei der Ver­folgung und Über­prüfung der Agenda 2030 und der Ziele für nach­haltige Ent­wicklung (SDGs) auf globaler Ebene.

Die Ein­richtung des HLPF wurde 2012 mit dem Abschluss­dokument der Konferenz der Vereinten Nationen für nach­haltige Entwicklung (Rio+20) "The Future We Want" beschlossen. Die erste Sitzung des Forums fand am 24. September 2013 statt. Es ersetzt die Kommission für nach­haltige Ent­wicklung, die es seit 1993 gegeben hatte.

Das Forum tagt jähr­lich unter der Schirm­herrschaft des Wirtschafts- und Sozial­rats (ECOSOC) für acht Tage. Alle vier Jahre tritt es unter der Schirm­herrschaft der General­versamm­lung für zwei Tage auf der Ebene der Staats- und Regierungs­chefs zusammen.

IFAD

In den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt leben über 70 Prozent der Bevölkerung im länd­lichen Raum, viele davon unter der Armuts­grenze. Der Inter­nationale Fonds für land­wirtschaft­liche Ent­wicklung (International Fund for Agricultural Development – IFAD) hat sich zur Aufgabe gemacht, Armut im länd­lichen Raum zu bekämpfen, indem er es Menschen ermöglicht, ein höheres Ein­kommen zu erwirtschaf­ten und damit ihre Ernährung zu sichern. Die 1977 gegründete Sonder­orga­nisation verfolgt dieses Ziel in mehr als 140 Ländern.

ILO

Die Inter­­nationale Arbeits­­­organisation (International Labour Organisation – ILO) setzt sich seit 1919 für bessere Arbeits­­­bedingungen von Arbeit­­­nehmerinnen und Arbeit­­nehmern ein. Heute führt sie mit ihren Partnern mehr als 750 technische Projekte in über 110 Ländern durch, um Arbeits­­­standards zu setzen und zu überwachen, menschen­­­würdige Arbeits­­­verhältnisse für Frauen und Männer zu schaffen und den Dialog zwischen Arbeit­­­geber und Arbeit­­­nehmer­­­organisationen zu fördern. Besonders in Entwicklungs­ländern sind menschen­­­würdige Arbeits­­­verhältnisse eine wichtige Voraus­­­setzung für nach­­haltige Ent­wicklung. So setzt sich die ILO unter anderem auch für die Ab­­schaffung von Kinder- und Zwangs­­­arbeit ein.

Klimarahmenkonvention

Im Jahr 1992 wurde auf der Welt­­konferenz in Rio de Janeiro die Klima­­rahmen­­konvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) verab­schiedet. Die Vertrags­­parteien der Konvention haben sich darauf ver­pflichtet, eine Minderung der mensch­­lichen Ein­flüsse auf das Klima, eine Verlang­­samung der globalen Erwärmung und eine Verminderung der Klima­­folgen zu erreichen. 1994 trat die Konvention in Kraft, mittler­weile sind ihr 195 Staaten beigetreten.

Die Konvention bildet den Rahmen und Ausgangs­­punkt für alle Aktivitäten der Vereinten Nationen im Kampf gegen den Klima­­wandel. Konkrete Ziele und Maß­nahmen gibt die Konvention nicht vor. Diese finden sich derzeit im Pariser Klima­­ab­kommen von 2015, zuvor im Kyoto-Protokoll.  Auf den jährlich statt­­findenden Vertrags­­staaten­­konferenzen (Conferences of the Parties – COP), auch UN-Klima­­konferenzen genannt, werden weiter­­führende Beschlüsse gefasst. 

Kyoto-Protokoll

Das sogenannte Kyoto-Protokoll ist ein Zusatz­­protokoll zur Aus­gestaltung der Klima­­rahmen­­konvention. Es wurde 1997 von der dritten Vertrags­­staaten­­konferenz der Klima­­rahmen­­konvention der Vereinten Nationen angenommen. 2005 trat das Ab­kommen in Kraft und stellt welt­weit den ersten völker­­rechtlich verbind­­lichen Vertrag zur Ein­­dämmung des Klima­­wandels dar. Die beteiligten Staaten ver­pflichteten sich darin, den Aus­stoß klima­schädlicher Gase zu senken. Das Kyoto-Protokoll definierte dabei ver­bindliche Ziel­werte für die Industrie-, nicht aber für die Entwicklungs- und Schwellen­länder.

Nach mehr­jährigen Verhandlungs­­runden wurde 2012 auf der Vertrags­­staaten­­konferenz in Doha mit der Einigung auf eine zweite Verpflichtungs­­periode (2013-2020) die Fort­­führung des Kyoto-Protokolls beschlossen. Die Industrie­­staaten Japan, Kanada, Neusee­land und Russland nahmen daran nicht mehr teil. Die USA hatten das Kyoto-Protokoll als einziges Industrie­­land auch zuvor nicht ratifiziert. Das Pariser Klima­­abkommen von 2015 löste das Kyoto-Protokoll zur Verringerung der Treib­­haus­­gas­­emissionen ab.

Milleniums-Erklärung

Die Millenniums-Erklärung ist die im September 2000 von der UN-General­­versammlung auf der Ebene der Staats- und Regierungs­­chefs angenommene Resolution (A/RES/55/2), die neben entwicklungs­­politischen u.a. auch Abrüstungs­­ziele enthält. In den Medien und der Öffent­lich­keit wurde die Millenniums­­erklärung oft mit den Milleniums-Entwicklungs­­zielen gleich­gesetzt.

Der damalige UN-General­­sekretär Kofi Annan hat im September 2001 in seinem "Kompass zur Umsetzung der Millenniums-Erklärung" einen lang­­fristigen Fahr­­plan zur Umsetzung der Millenniums-Erklärung vor­gelegt und darin auch die acht Millenniums-Entwicklungs­­ziele konkret aus­formuliert. Ent­­gegen der weit verbreiteten Annahme haben die Staats- und Regierungs­­chefs diesen Ziel­­katalog im Gegen­­satz zur Milleniums-Erklärung nie gesondert unter­zeichnet oder ihm explizit zugestimmt.

Nachhaltigkeit

Im Jahr 1987 definierte die Welt­­kommission für Umwelt und Ent­­wicklung der Vereinten Nationen nach­­haltige Ent­wicklung als "eine Ent­­wicklung, die den Bedürf­nissen der heutigen Generation ent­spricht, ohne die Möglich­­keiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürf­nisse zu befriedigen." Bis heute handelt es sich hierbei um die bekannteste Definition. Der Ansatz verdeutlicht, wie sich mensch­liche Verhaltens­­weisen ändern müssen, damit die Zukunft nicht von Umwelt­­zer­störung und Ressourcen­­ver­knappung, sozialen Miss­­ständen und erschütternder Armut, Wirt­schafts- und Finanz­krisen bestimmt wird.

Zentrales Element der Idee der nach­­haltigen Ent­wicklung ist dabei, wirtschaft­­liche Ent­wicklung, Umwelt­­schutz und soziale Gerechtig­­keit zusammen­­zudenken. Nur im Gleich­­gewicht dieser drei "Säulen" der Nach­haltig­keit kann demnach eine nach­­haltige Ent­­wicklung erfolgen, von der auch zukünftige Generationen profitieren können.

UNCTAD

Ein gleich­­berechtigter Zugang zum globalen Handel ist eine wichtige Voraus­­setzung für die Ent­­wicklung eines Landes oder einer Region. Die Ziel­­setzung der Welt­­handels- und Ent­wicklungs­­konferenz (United Nations Conference on Trade and Development – UNCTAD) ist es, ins­besondere Entwicklungs­­länder dabei zu unter­­stützen, diesen Zugang zu bekommen.

Momentan gehören der 1964 als Organ der UN-General­­versammlung gegründeten UNCTAD 194 Staaten an. Die Konferenzen werden in einem Turnus von vier Jahren abgehalten. Alle zwei Jahre wird zudem das „World Investment Forum” abgehalten, auf dem neue Heraus­­forderungen und Chancen diskutiert und Partner­­schaften für nach­­haltige Ent­­wicklung und Investitions­­strategien gefördert werden. Die Konferenz hat ihren Sitz in Genf.

UNDP

Das Entwicklungs­­programm der Vereinten Nationen (United Nations Development Programme – UNDP) arbeitet in rund 177 Ländern und Gebieten daran, die Ent­wicklungs­­chancen von in Armut lebenden Menschen zu verbessern. Es wurde im Jahr 1965 gegründet und ist die maß­­gebliche Orga­­nisation der Vereinten Nationen für Ent­wicklungs­­fragen.

Das Aufgaben­­feld des UNDP ist breit gefächert. Armuts­reduzierung, demo­­kratische Regierungs­­führung und Maß­nahmen zur Krisen­­prävention gehören ebenso dazu wie Umwelt­schutz und nach­­haltige Ent­­wicklung. Außer­­dem ist das UNDP auch zuständig für die Koordination der operativen Arbeit zwischen den ver­schiedenen UN-Orga­­nisationen vor Ort und gleich­­zeitig wichtige Kontakt­­stelle für die Regierungen der Partner­­länder.

Für das UNDP arbeiten rund 8000 Bedienstete welt­weit. Sein jähr­licher Haus­halt liegt bei etwa fünf Mrd. US-Dollar. Seit 1990 gibt das UNDP regel­mäßig den Bericht über die mensch­liche Ent­wicklung (Human Development Report) heraus, der als Ideen­geber eine heraus­ragende Rolle in der ent­wicklungs­politischen Debatte spielt. Der darin enthaltene Index gibt jährlich darüber Aus­kunft, welchen Ent­wicklungs­stand die Staaten welt­weit erreicht haben.

UN DESA

Die Haupt­­abteilung Wirt­­schaft­liche und Soziale Angelegen­­heiten (Department of Economic and Social Affairs – DESA) im UN-Sekre­tariat unterstützt die Arbeit zwischen­staatlicher Ein­­richtungen wie des ECOSOC administrativ, arbeitet aber auch inhaltlich zu. Damit hat die Abteilung auch die Ver­ant­wortung für die Vor- und Nach­­bereitung von Welt­konferenzen in den Bereichen Wirt­schaft und Soziales. Zudem leistet DESA in geringem Umfang tech­nische Hilfe in Ent­wicklungs­­ländern.

UNEP

Die Aus­wirkungen des Klima­­wandels gehören zu den größten ent­wicklungs­­hemmenden Faktoren für Ent­­wicklungs- und Schwellen­­länder. Hier setzt das Umwelt­­programm der Vereinten Nationen (United Nations Environmental Programme – UNEP) an, das 1972 gegründet wurde. Es unter­stützt die betrof­fenen Länder bei der Analyse von Umwelt­­problemen und erarbeitet in Zusammen­­arbeit mit lokalen Strukturen Umwelt­­schutz­­programme, die in die nationalen Ent­­wicklungs­­strategien der Länder integriert werden. Darüber hinaus arbeitet UNEP an den konzeptionellen Grund­­lagen einer „Green Economy“. Seinen Haupt­­sitz hat das Umwelt­­programm in Nairobi, Kenia.

UNESCO

Durch Völker­­ver­ständigung zur Wahrung des Friedens und der Sicher­­heit in der Welt bei­­zu­­tragen, ist die Leit­­idee der 1946 ge­gründeten „United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation“ (UNESCO). So fördert die Orga­­nisation z.B. Modell­projekte, die darauf ab­zielen, die Bildungs­­situation in Ent­­wicklungs­­ländern nach­­haltig zu verbessern.

Durch das Zusammen­­bringen von Natur-, Geistes- und Sozial­­wissen­schaftlern aus allen Welt­­regionen unter­­stützt sie den Aus­­tausch von Ideen und leistet somit einen un­ver­zicht­­baren Beitrag zur Wissen­­schaft. Weiter­­hin fördert sie den Zu­­gang zu Wissen und Infor­­mationen, um der „digitalen Kluft“ zwischen „ärmeren“ und „reicheren“ Ländern ent­gegen­­zu­wirken. Wichtige Auf­gaben der UNESCO sind darüber hinaus die Be­­wahrung kultureller Viel­falt und die Förde­rung des gegen­­seitigen Ver­ständ­nisses unter­schied­licher Kulturen.

UNFPA

Der Be­völkerungs­­fonds der Vereinten Nationen (United Nations Population Fund – UNFPA) ist seit 1969 dem UNDP unter­­stellt und hat unter anderem das Ziel, die Säug­lings- und Mütter­­sterb­­lich­­keit zu verringern. Weitere Arbeits­­schwer­­punkte des UNFPA sind: Re­produktive Gesund­­heit und Familien­­planung, aktive Bevölkerungs­­politik, sowie Auf­klärungs-, Informations- und Ausbildungs­­programme. Darüber hinaus ver­öffentlicht der Fonds jährlich den Welt­­bevölkerungs­­bericht.

UN-Habitat

In vielen Groß­­städten, besonders in Ent­­wicklungs- und Schwellen­­ländern, leben über 50 Prozent der Ein­­wohner unter katas­­tro­phalen Bedingungen in Slums. Um diese Situation zu ver­­bessern, wurde nach einer Konferenz in Vancouver 1987 UN-Habitat (United Nations Human Settlements Programme) gegründet. UN-Habitat fördert nach­­haltige, soziale und umwelt­verträgliche Stadt­­ent­­wicklung in Ent­­wicklungs- und Schwellen­­ländern.

UNICEF

Jedes Kind auf der Welt hat das Recht auf eine Kind­­heit. Dieses Recht bildet die Grund­­lage für die Arbeit des Kinder­­hilfs­­werks der Vereinten Nationen (United Nations International Children’s Emergency Fund). Gegründet 1946, um die Kinder in Europa vor Unter­­ernährung und Krank­­heiten zu schützen, operiert es heute in rund 150 Ländern welt­­weit. Der Fokus der Arbeit von UNICEF liegt auf besonders benach­­teiligten Kindern, die in Krisen­­regionen oder Slum­­vierteln leben. Gerade in solchen Situationen ist es enorm wichtig, die Kinder, die die Hilfe am nötigsten haben, vor Gewalt, Aus­­beutung und Miss­­brauch zu schützen.

UNIDO

Auch für den Bereich der industriellen Ent­­wick­lung gibt es seit 1966 eine eigene Sonder­­orga­nisation: Die Orga­­nisation der Vereinten Nationen für Industrielle Ent­­wick­lung (United Nations Industrial Development Organization – UNIDO). Der Arbeits­­schwer­­punkt der UNIDO liegt darauf, Ent­wicklungs­­länder beim Auf­­bau einer funk­tionie­renden wirt­schaft­lichen Infra­­struktur zu unter­­stützen, die nach­­haltigen und umwelt­­gerechten An­sprüchen genügt. Die Orga­­nisation mit Sitz in Wien hat 173 Mitglied­­staaten.

UN-Klimakonferenzen (COPs)

Als UN-Klima­­konfe­renz oder COP (Conference of the Parties) wird die jähr­­liche statt­­findende Konferenz der Vertrags­­staaten der Klima­­rahmen­­konvention be­zeichnet. Auf den Treffen geht es darum, gemein­same Handlungs­­optionen zu verhandeln, um den Klima­wandel ein­zu­­dämmen.

Die erste UN-Klima­­konferenz fand 1995 in Berlin statt und wird als Nach­­folge­­treffen der Rio-Konferenz ver­standen. In den 1990er Jahren dienten die Klima­­konferenzen vor allem der Ver­­handlung des Kyoto-Protokolls, des ersten völker­­recht­lich bindenden Vertrags zur Reduktion von Treib­­haus­­gasen.

Nach 2005 wurde ins­­besondere die Weiter­­ent­wicklung und Maß­­nahmen zur Um­­setzung des Protokolls ver­handelt.  Ab 2011 wurde bei den jähr­lichen COPs das Über­­ein­kommen von Paris ver­handelt, das schließ­­lich 2015 auf der COP21 in Paris be­schlos­sen wurde. An den Klima­konferenzen nehmen neben Repräsentanten der Vertrags­­staaten zahl­reiche Ver­tre­ter von Nicht­­re­gierungs­­orga­nisa­tionen und Zivil­­ge­sell­schaft teil.

UN Women

Die stärkere Be­teili­gung der Frauen an politischen Ent­scheidungs­­prozessen und ihre Besser­stellung in der Arbeits­­welt, ins­­besondere in Ent­­wicklungs- und Schwellen­­ländern, sind für den Ent­wicklungs­­prozess von essenzieller Bedeutung. Die „United Nations Entity for Gender Equality and the Empowerment of Women“ (UN-Women) über­nimmt diese Aufgabe im UN-System.

Sie ist ein Zu­sammen­s­chluss aus vier UN-Orga­nisationen (Abteilung für Frauen­­förderung – DAW, Ent­wicklungs­­fond der Vereinten Nationen für Frauen – UNIFEM, Inter­­nationales Forschungs- und Aus­bildungs­­institut zur Förderung der Frau – INSTRAW, Büro der Sonder­beraterin des UN-General­­sekretärs für Gleich­­stellungs­­fragen – OSAGI) und hat im Jahr 2011 ihre Arbeit auf­ge­nommen.

Neben Beratungs­­tätig­­keiten  für UN-Mit­glied­­staaten liegen die Schwer­­punkte von UN-Women in der Programm­­arbeit zur Ge­schlechter­­gerechtig­­keit und Frauen­­förderung. Mit dem Haupt­­sitz in New York, arbeitet UN-Women außer­dem von zahl­reichen Regional- und Länder­­büros aus.

Weltkonferenz von Rio de Janeiro

Die UN-Konferenz über Umwelt und Ent­­wicklung (UN Conference on Environment and Development - UNCED) fand im Juni 1992 in Rio de Janeiro statt. Sie wurde über mehrere Jahre vorbereitet, etwa durch ein eigens gegründetes Sekretariat in London, Experten­­gruppen aus UN-Orga­­nisationen wie UNCTAD, UNDP und FAO sowie Berichte aus über 120 Ländern.  

An der Welt­­konferenz, auch Erd­­gipfel genannt, nahmen über 10 000 Delegierte aus 178 Staaten teil.  Ziel der Konferenz war es, Handlungs­­vorgaben für eine globale nach­­haltige Ent­­wicklung fest­­zu­­legen. Der Gipfel gilt als Meilen­­stein bei der Inte­gration von Umwelt- und Klima­­fragen in die Ent­wicklungs­­debatte.

Zentrale Ergebnisse der Rio-Konferenz waren u.a. die Agenda 21, die Klima­­rahmen­­konvention, die Deklaration von Rio über Umwelt und Ent­wicklung und die Bio­­diversitäts­konvention. Auf den Welt­­gipfel folgten mehrere Folge­­konfe­renzen. Zu­dem wurde im Nach­­gang des Erd­­gipfels die Kommission für Nach­­haltige Ent­wicklung (Commission on Sustainable Development, CSD) gegründet, die den Umsetzungs­­prozess der Konferenz­­ergebnisse über­­wacht.

WFP

Über 900 Millionen Menschen auf der Welt sind hoch­­gradig unter­­ernährt. Dies hat nicht nur enorme Aus­­wirkungen für die Be­troffenen selbst, sondern auch auf die sozio­­öko­nomische Ent­­wicklung der be­trof­fenen Länder und Regionen. Das 1961 gegründete Welt­­ernährungs­programm (World Food Programme – WFP) der Vereinten Nationen unte­rstützt Ent­­wicklungs­­länder unter anderem bei der mittel- und lang­­fristen Ernährungs­­sicherung durch zahl­reiche Programme. Als größte humanitäre Orga­nisation der Welt besteht die Haupt­­aufgabe des WFP darin, Menschen in Extrem­­situationen nach Katas­trophen oder Konflik­ten zu unter­­stützten und ihre Existenz­­grundlage wieder auf­zu­bauen.

WHO

Gesund­heit ist von wesent­­licher Bedeutung, wenn es um mensch­­liche Ent­­wicklung geht. Das spiegelten zuletzt die Millennium-Ent­wicklungs­­ziele (MDGs) und nun auch die Ziele für Nach­­haltige Ent­­wicklung (SDGs) wider. Die Welt­­gesund­heits­­orga­nisation (World Health Organisation – WHO) wurde 1948 in Genf gegründet und hat sich zur Auf­­gabe gemacht, den best­­möglichen Gesund­­heits­­standard für alle Menschen zu er­reichen. Dafür unter­­stützt sie besonders in Ent­­wicklungs­­ländern den Auf- und Aus­­bau der Gesund­­heits­systeme und koordiniert das Themen­­feld Gesund­­heit inner­­halb des UN-Systems. Die WHO hat der­zeit 194 Mit­glieder.