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Internationale Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit

UNICEF - das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen - kümmert sich um Kinder in über 150 Ländern © UN Photo / JC McIlwaine

Die Vereinten Nationen (United Nations – UN) haben sich in der UN-Charta, dem Gründungsdokument der Vereinten Nationen das Ziel gesetzt, „internationale Probleme wirtschaftlicher, sozialer, kultureller und humanitärer Art zu lösen“. Die Charta bildet die Basis, auf der die UN in vielen Themenfeldern seit ihrer Gründung im Jahr 1945 tätig sind. 

Über die Jahre haben die Vereinten Nationen ein komplexes Gebilde von Institutionen geschaffen, die in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit tätig sind. Auf diesen Seiten soll dieses Konstrukt aus Institutionen der UN sowie ihre Tätigkeitsfelder beleuchtet werden. Dazu gehören sowohl die Institutionen auf zwischenstaatlicher Ebene, als auch die zahlreichen UN-Sonderorganisationen, Fonds und Programme.

Die Zivilgesellschaft ist ein aktiver Partner der Vereinten Nationen. Sie liefert nicht nur Expertise zu bestimmten Sachthemen, sie ist auch oftmals ein Partner der Entwicklungszusammenarbeit vor Ort. Internationale sowie nationale zivilgesellschaftliche Organisationen spielen daher eine bedeutende Rolle im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit, sowohl bei der Beeinflussung nationaler Gesetz- und internationaler Normgebung, als auch bei der konkreten Hilfe für Menschen vor Ort. In Deutschland sind einzelne Organisationen oft in Dachverbänden organisiert. Im Folgenden findet ihr einen Überblick der verschiedenen Institutionen.

Institutionen auf zwischenstaatlicher Ebene

ECOSOC: Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (Economic and Social Council) 

UN DESA: Die Hauptabteilung Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten (Department of Economic and Social Affairs – DESA) im UN-Sekretariat


UN-Sonderorganisationen

UN-Sonderorganisationen sind eigenständige internationale Organisationen mit eigener Rechtspersönlichkeit. Sie können daher autonom handeln. Sie stehen zwar in einer vertraglich geregelten Beziehung zu den Vereinten Nationen, verfügen aber über separate Satzungen, Organe und Haushalte. Weder die UN-Generalversammlung, noch der UN-Generalsekretär können ihnen Weisungen erteilen. Ihre Mitgliedstaaten leisten finanzielle Pflichtbeiträge, die hauptsächlich der Finanzierung der organisatorischen Fixkosten dienen, aber in Teilen auch für operative Aktivitäten verwendet werden. Zu den entwicklungspolitisch aktivsten Sonderorganisationen gehören die Ernährungs und Landwirtschaftsorganisation (FAO), die Internationale Arbeitsorganisation ILO, die Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) sowie die Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Im Rahmen ihrer jeweiligen Mandate sind die Sonderorganisationen auf verschiedenen Ebenen tätig. So wirken sie wesentlich an der Entstehung und Weiterentwicklung weltweit gültiger Normen, Standards und Empfehlungen mit und fördern und kontrollieren deren Umsetzung. Die Sonderorganisationen sind zudem auf den Gebieten Forschung, Information und Dokumentation tätig. Schließlich planen die Sonderorganisationen entwicklungspolitische Maßnahmen im Rahmen ihrer Arbeitsschwerpunkte und setzen sie um.

UNESCO: Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization)

WHO: Die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation)

UNIDO: Die Organisation der Vereinten Nationen für Industrielle Entwicklung (United Nations Industrial Development Organization)

FAO: Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organization of the United Nations)

ILO: Die Internationale Arbeitsorganisation (International Labour Organisation)

IFAD: Der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (International Fund for Agricultural Development)


UN Fonds und Programme

Zu den entwicklungspolitisch aktivsten Fonds und Programmen der Vereinten Nationen zählen das Entwicklungsprogramm (UNDP), der Bevölkerungsfonds (UNFPA), das Umweltprogramm (UNEP) sowie, mit Schwerpunkt auf der humanitären Hilfe, das Kinderhilfswerk (UNICEF) und das Welternährungsprogramm (WFP). Obwohl auch ihre Arbeit mit den normativen Grundlagen der Vereinten Nationen verbunden ist, leisten die Fonds und Programme hauptsächlich operative Arbeit vor Ort. Ihr Schwerpunkt liegt auf der technischen Zusammenarbeit und Kapazitätsentwicklung, das heißt im Vordergrund steht die Stärkung der Leistungsfähigkeit von Menschen und Organisationen – etwa durch die Bereitstellung von Beratungen oder Schulungen. Fonds und Programme finanzieren sich nahezu ausschließlich aus freiwilligen Beiträgen.

UNDP: Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Development Programme)

UNCTAD: Die Welthandels- und Entwicklungskonferenz (United Nations Conference on Trade and Development)

UNFPA: Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (United Nations Population Fund)

UNEP: Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Environmental Programme)

WFP: Das Welternährungsprogramm (World Food Programme) der Vereinten Nationen

UN Habitat: United Nations Human Settlements Programme

UNICEF: Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (United Nations International Children’s Emergency Fund)

UN Women: United Nations Entity for Gender Equality and the Empowerment of Women