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Ziel 1: Armut in all ihren Formen und überall beenden

Die internationale Armutsgrenze liegt im Jahr 2017 bei 1,90 US-Dollar pro Kopf und Tag. Während 1999 noch etwa 1,7 Milliarden Millionen Menschen unter der Armutsgrenze lebten (die zu diesem Zeitpunkt bei 1,25 US-Dollar lag), sind es 2017 noch ca. 760 Millionen, was ca. 10 Prozent aller Beschäftigten weltweit inklusive ihrer Familien entspricht. Junge Menschen sind besonders betroffen und soziale Schutzsysteme erfassen lediglich 22 Prozent der Weltbevölkerung.

Zu den genau definierten Unterzielen des ersten Ziels für nachhaltige Entwicklung zählt beispielsweise den „Anteil der Männer, Frauen und Kinder jeden Alters, die in Armut in all ihren Dimensionen nach der jeweiligen nationalen Definition leben, mindestens um die Hälfte zu senken“.


Ziel 2: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern

Der Anteil der Unterernährten sank weltweit von 15 Prozent zwischen 2000 und 2002 auf etwa 11 Prozent zwischen 2014 und 2016, d.h. dass in etwa 790 Millionen Menschen betroffen sind. Zweidrittel davon leben in Südasien und Subsahara-Afrika. Bei über 150 Millionen betroffenen Kindern ist die Lage besonders dramatisch, denn sie sind von Wachstumshemmung betroffen (für ihr Alter zu klein). Derzeit sind wegen Hungersnöten in Jemen, in Nigeria, Somalia und Südsudan bis zu 20 Millionen Menschen akut vom Hungertot bedroht.

Zu den genau definierten Unterzielen des zweiten Ziels für nachhaltige Entwicklung zählt beispielsweise, dass „alle Menschen, insbesondere die Armen und Menschen in prekären Situationen, einschließlich Kleinkindern, ganzjährig Zugang zu sicheren, nährstoffreichen und ausreichenden Nahrungsmitteln haben“.


Ziel 3: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern

Von 2000 bis 2015 fiel die globale Müttersterblichkeitsrate bereits um ein Drittel. Dennoch starben 2015 weltweit 303.000 Frauen während der Schwangerschaft oder Geburt. Zudem starben 2015 knapp 6 Millionen Kinder unter fünf Jahren, zumeist aus vermeidbaren Ursachen. Auch Verschmutzung der Außenluft, verursacht durch Verkehr, Industrie, Verbrennung von Abfällen und Brennstoffen im Haushalt trug 2012 mit über 3 Millionen Toten zu ungesunden Lebensbedingungen bei.

Zu den genau definierten Unterzielen des dritten Ziels für nachhaltige Entwicklung zählt beispielsweise „die allgemeine Gesundheitsversorgung, einschließlich der Absicherung gegen finanzielle Risiken, den Zugang  zu hochwertigen grundlegenden Gesundheitsdiensten und den Zugang zu sicheren, wirksamen,  hochwertigen und bezahlbaren unentbehrlichen Arzneimitteln und Impfstoffen für alle zu erreichen“.


Ziel 4: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern

2014 besuchten weltweit zwei Drittel aller Kinder im Jahr vor dem Erreichen des offiziellen Grundschulalters eine Vor- oder Grundschule, in den ärmsten Ländern hingegen nur 40 Prozent. Seit 2008 ist sogar der Anteil an Kindern, die keine schulische Grundausbildung genießen konnten, mit 9 Prozent unverändert hoch geblieben. Darüber hinaus ist auch die strukturelle Versorgung der Schulen schlecht. In Subsahara-Afrika hatten Dreiviertel aller Schulen 2011 keine Stromversorgung, etwa die Hälfte keine Trinkwasserversorgung.

Zu den genau definierten Unterzielen des vierten Ziels für nachhaltige Entwicklung zählt beispielsweise sicherzustellen, „dass alle Mädchen und Jungen gleichberechtigt eine kostenlose und hochwertige Grund- und Sekundarschulbildung abschließen, die zu brauchbaren und effektiven Lernergebnissen führt“.


Ziel 5: Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen

Während 19 Prozent der 15 bis 49-jährigen Mädchen und Frauen weltweit angaben in den letzten zwölf Monaten körperliche und/oder sexuelle Gewalt durch einen Intimpartner erlitten zu haben, ist einerseits die Verheiratung von unter 15-jährigen von 11 Prozent der Mädchen weltweit im Jahr 2000 auf 8 Prozent im Jahr 2015 gesunken, andererseits sind Schwangerschaften bei Jugendlichen zwischen 2002 und 2015 weltweit um 21 Prozent gesunken, in Zentral- und Südasien sogar um 50 Prozent. Der Anteil von Frauen in Parlamenten liegt 2017 weltweit bei lediglich 23,4 Prozent, immerhin 10 Prozentpunkte höher als 2000.

Zu den genau definierten Unterzielen des fünften Ziels für nachhaltige Entwicklung zählt beispielsweise, „alle schädlichen Praktiken  wie Kinderheirat, Frühverheiratung und Zwangsheirat sowie die Genitalverstümmelung bei Frauen und Mädchen zu beseitigen“.


Ziel 6: Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten

263 Millionen Menschen haben nur einen eingeschränkten Zugang zu Wasser. Sie brauchen mehr als 30 Minuten, um sich sauberes Trinkwasser zu beschaffen. Die Hauptlast der Wasserbeschaffung tragen Frauen und Mädchen. Die Verrichtung der Notdurft im Freien gehört für 892 Millionen noch immer zum Alltag und stellt weiter ein ernstes Gesundheitsrisiko dar. 
Weltweit entfallen fast 70 Prozent der Wasserentnahme auf die Landwirtschaft, in einigen Entwicklungsländern sogar 95 Prozent. Gerade hier ist Wasserknappheit besonders problematisch.

Zu den genau definierten Unterzielen des sechsten Ziels für nachhaltige Entwicklung zählt beispielsweise „die Effizienz der Wassernutzung in allen Sektoren wesentlich zu steigern und eine nachhaltige Entnahme und Bereitstellung von Süßwasser zu gewährleisten, um der Wasserknappheit zu begegnen und die Zahl der unter Wasserknappheit leidenden Menschen erheblich zu verringern.


Ziel 7: Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern

Der Zugang der Weltbevölkerung zu Elektrizität konnte von 78 Prozent im Jahr 2000 zu 85,3 Prozent im Jahr 2014 gesteigert werden. In ländlichen Gebieten liegt er derweil nur bei 73 Prozent, in Subsahara-Afrika gerade einmal bei 17 Prozent. Zwischen 2012 und 2014 reduzierten drei Viertel der 20 Länder mit dem weltweit höchsten Energieverbrauch ihre Energieintensität. Die Fortschritte sind für die Erreichung des Ziels allerdings noch nicht ausreichend. Der Anteil der erneuerbaren Energien am weltweiten Energiebedarf ist zwischen 2000 und 2014 gerade einmal um 0,8 Prozentpunkte gestiegen.

Daher zählt zu den genau definierten Unterzielen des siebten Ziels für nachhaltige Entwicklung beispielsweise, den „Anteil erneuerbarer Energie am globalen Energiemix bis 2030 deutlich zu erhöhen“.


Ziel 8: Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern

Nur wenige der am wenigsten entwickelten Länder sind dem Ziel eines durchschnittlichen jährlichen Wachstums des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 7 Prozent nahegekommen. Hinzukommt, dass die Arbeitsproduktivität in fast allen Regionen weiterhin langsamer ansteigt als vor der Finanzkrise 2008/09. Steigt die Arbeitsproduktivität, so führt dies zu einer nachhaltigen Erhöhung des Lebensstandards und der Reallöhne. Von Arbeitslosigkeit sind indes insbesondere junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahre betroffen, die damit dreimal so häufig arbeitslos sind wie Erwachsene. Trotz deutlicher Fortschritte in den letzten Jahren leistete 2012 noch immer jedes zehnte Kind Kinderarbeit. 85 Millionen Kinder waren dabei gefährlichen Formen der Arbeit ausgesetzt.

Daher zählt zu den genau definierten Unterzielen des achten Ziels für nachhaltige Entwicklung beispielsweise, „sofortige und wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um Zwangsarbeit abzuschaffen, moderne Sklaverei und Menschenhandel zu beenden und das Verbot und die Beseitigung der schlimmsten Formen der  Kinderarbeit, einschließlich der Einziehung und des Einsatzes von Kindersoldaten, sicherzustellen und bis 2025 jeder Form von Kinderarbeit ein Ende zu setzen“.


Ziel 9: Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovation unterstützen

Infrastruktur, Industrialisierung und Innovation sind drei Triebkräfte für Wirtschaftswachstum. Gehen sie mit den Faktoren der Breitenwirksamkeit, Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit einher, kann Wirtschaftswachstum die nachhaltige Entwicklung unterstützen. Globale Investitionen in Forschung und Entwicklung stiegen zwischen 2000 und 2014 im Schnitt um 4,5 Prozent pro Jahr. Zudem wurde ein fast flächendeckendes Mobilnetz erreicht, 95 Prozent der Weltbevölkerung wurden 2016 von Mobilfunknetzen erfasst.

Dennoch zählt zu den genau definierten Unterzielen des neunten Ziels für nachhaltige Entwicklung beispielsweise, „eine  breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung zu  fördern und bis 2030 den Anteil der Industrie an der Beschäftigung und am Bruttoinlandsprodukt entsprechend den nationalen Gegebenheiten erheblich zu steigern und den Anteil in den am wenigsten entwickelten Ländern zu verdoppeln“.


Ziel 10: Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern

In 49 von 83 Ländern, für die Daten für den Zeitraum 2011-2015 vorliegen, wuchs das Pro-Kopf-Einkommen der ärmsten 40 Prozent der Bevölkerung schneller als der nationale Durchschnitt, wodurch sich die Einkommensungleichheit verringerte. Die Stimmrechtsanteile der Entwicklungsländer haben sich zwar im Internationalen Währungsfonds erhöht, liegen aber in vielen internationalen Organisationen nach wie vor weit unter ihrem Mitgliederanteil. Im internationalen Handel erhalten am wenigsten entwickelte Länder weiter bevorzugte Zugangsbedingungen: der Anteil der Zolltariflinien, bei denen Exporte aus diesen
Ländern von Zöllen befreit sind, stieg von 2005 bis 2015 von 49 auf 65 Prozent.

Genauer definierte Unterziele des zehnten Ziels für nachhaltige Entwicklung für Ungleichheitsverringerung sind beispielsweise „Chancengleichheit zu gewährleisten und Ungleichheit der Ergebnisse zu reduzieren, namentlich durch die Abschaffung diskriminierender Gesetze, Politiken und Praktiken und die Förderung geeigneter gesetzgeberischer, politischer und sonstiger Maßnahmen in dieser Hinsicht“.


Ziel 11: Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten

Der weltweite Anteil der in Slums lebenden Stadtbewohnerinnen und -bewohner sank von 2000 bis 2014 von 28 auf 23 Prozent. In Subsahara-Afrika lebte jedoch weiterhin etwas mehr als die Hälfte der Stadtbewohner in Slumverhältnissen. Nach Daten aus Städten in 101 Ländern aus den Jahren 2009 bis 2013 erreicht die kommunale Abfallsammlung etwa 65 Prozent der Bevölkerung. 2014 atmeten 9 von 10 Stadtbewohnern Luft ein, deren Qualität nicht dem von der Weltgesundheitsorganisation vorgegebenen Wert für Feinstaubpartikel (PM 2,5) entsprach. Immerhin hatten im Mai 2017 149 Länder städtepolitische Maßnahmen auf nationaler Ebene ganz oder teilweise umgesetzt, die zumeist den in den Nachhaltigkeitszielen genannten Schwerpunktbereichen folgten.

Zu den genauer definierten Unterzielen des elften Ziels für nachhaltige Entwicklung zählt beispielsweise die von den „Städten ausgehende Umweltbelastung pro Kopf zu senken, unter anderem mit besonderer Aufmerksamkeit auf der  Luftqualität und der kommunalen und sonstigen Abfallbehandlung“.


Ziel 12: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen

Weltweit wuchs der Material-Fußabdruck der Menschheit zwischen 2000 und 2010 von 48,5 auf 69,3 Milliarden Tonnen. Pro Kopf unterschied sich dieser stark: In Ozeanien (insbesondere aufgrund Australiens) war er mit 35 Tonnen am höchsten, gefolgt von Europa und Nordamerika (20 Tonnen); in Subsahara-Afrika war er mit 2,5 Tonnen am niedrigsten. Fast alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen sind Vertragspartei mindestens einer der globalen Übereinkünfte über Chemieabfälle und gefährliche Abfälle. Zwischen 2010 und 2014 kam jedoch ein Großteil der Vertragsparteien ihren entsprechenden Berichtspflichten nicht nach.

Zu den genauer definierten Unterzielen des zwölften Ziels für nachhaltige Entwicklung zählt beispielsweise, „die weltweite Nahrungsmittelverschwendung pro Kopf auf Einzelhandels- und  Verbraucherebene zu halbieren und die entlang der Produktions- und Lieferkette entstehenden Nahrungsmittelverluste einschließlich Nachernteverlusten zu verringern“.


Ziel 13: Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen

Die Erdtemperatur stieg 2016 weiter an und erreichte einen neuen Rekord von etwa 1,1° C über dem Wert der vorindustriellen Zeit. Das Übereinkommen von Paris trat am 4. November 2016 in Kraft und steht für eine stärkere Handlungsorientierung zugunsten von Klimaschutz und nachhaltiger Entwicklung. Zum 7. Juni 2017 hatten 148 Vertragsparteien das Übereinkommen ratifiziert; davon hatten 142 Vertragsparteien (141 Länder und die Europäische Kommission) dem Sekretariat des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen ihre ersten national festgelegten Beiträge vorgelegt. Trotz Fortschritten bei der Umsetzung von Strategien der Katastrophenvorsorge steigt die Zahl der durch Naturgefahren verursachten Todesfälle weiter an. Von 1990 bis 2015 starben bei international gemeldeten Naturgefahren mehr als 1,6 Millionen Menschen.

Daher zählt zu den genauer definierten Unterzielen des dreizehnten Ziels für nachhaltige Entwicklung beispielsweise die „Widerstandskraft und die Anpassungsfähigkeit gegenüber klimabedingten Gefahren und Naturkatastrophen in allen Ländern zu stärken“.


Ziel 14: Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen

Ozeane bedecken fast Dreiviertel der Erde und sind damit ihr größtes Ökosystem. Die jüngsten Teilerfolge beim Schutz der Ozeane geraten durch die zunehmend nachteiligen
Auswirkungen des Klimawandels (darunter die Ozeanversauerung), Überfischung und Meeresverschmutzung in Gefahr. Der Anteil der weltweit überfischten Bestände – die sich also auf einem biologisch nicht nachhaltigen Niveau befinden – stieg von 1974 bis 2013 von 10 auf 31 Prozent. Die Ozeane nehmen bis zu 30 Prozent des jährlichen anthropogenen CO2-Ausstoßes auf. Das aufgenommene CO2 hat allerdings einen erhöhten Säuregehalt des Meerwassers zur Folge, was die Schalen und Skelette vieler Meeresarten schwächt.

Daher zählt zu den genauer definierten Unterzielen des vierzehnten Ziels für nachhaltige Entwicklung beispielsweise die „Meeres- und Küstenökosysteme nachhaltig zu bewirtschaften und zu schützen, um u.a. durch Stärkung ihrer Resilienz erhebliche nachteilige  Auswirkungen zu vermeiden, und Maßnahmen zu ihrer Wiederherstellung zu ergreifen, damit die Meere wieder gesund und produktiv werden“.


Ziel 15: Landökosysteme schützen wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen

Geschützte und wiederhergestellte Ökosysteme und ihre biologische Vielfalt können zur Abschwächung des Klimawandels beitragen und die Widerstandskraft gegenüber
wachsendem Bevölkerungsdruck und häufigeren Katastrophen erhöhen. Von 2000 bis 2017 stieg der als Schutzgebiet ausgewiesene Anteil der für die Biodiversität besonders wichtigen Gebiete weltweit im Schnitt von 35 auf 47 Prozent (Land), von 32 auf 43 Prozent (Süßwasser) und von 39 auf 49 Prozent (Gebirge). Der Verlust der biologischen Vielfalt geht jedoch erschreckend schnell voran. Korallen, Amphibien und Palmfarne sind aufgrund spezifischer und zunehmender Bedrohungen stark rückgängig. Die durch Klimawandel und lokale Faktoren verursachte Korallenbleiche schädigt die Korallenriffe weltweit; diese könnten bis 2050 ganz verschwinden.

Daher zählt zu den genauer definierten Unterzielen des fünfzehnten Ziels für nachhaltige Entwicklung beispielsweise, „umgehende und bedeutende Maßnahmen zu ergreifen, um die Verschlechterung der natürlichen Lebensräume zu verringern, dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende zu setzen und bis 2020 die bedrohten Arten zu schützen und ihr Aussterben zu verhindern“.


Ziel 16: Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen

In Ländern mit höherer Einkommensungleichheit war die Rate vorsätzlicher Tötungen 2015 neunmal höher als in Ländern mit niedriger Einkommensungleichheit. In den 76 Ländern, für die für 2005 bis 2016 Daten vorlagen, waren 80 Prozent der Kinder zwischen 1 und 14 Jahren regelmäßig psychologischer Aggression und/oder körperlicher Züchtigung ausgesetzt. Zwischen 2012 und 2014 zeigten polizeiliche Ermittlungen mehr als 570 verschiedene Menschenhandelswege auf, die kreuz und quer durch die ganze Welt verliefen. Die große Mehrheit der 2014 ermittelten Opfer von Menschenhandel waren Mädchen und Frauen; mehr als ein Viertel waren Kinder.

Daher zählt zu den genauer definierten Unterzielen des sechzehnten Ziels für nachhaltige Entwicklung beispielsweise „Missbrauch und Ausbeutung von Kindern, den Kinderhandel, Folter und alle Formen von Gewalt gegen Kinder zu beenden“. 


Ziel 17: Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung stärken

Von 2015 bis 2016 stieg die öffentliche Entwicklungshilfe (ODA) real um 8,9 Prozent auf einen Höchststand von 142,6 Milliarden Dollar. Trotzdem sank die bilaterale Hilfe für am wenigsten entwickelte Länder real um 3,9 Prozent. 2016 lag der Gesamtbetrag internationaler Heimatüberweisungen bei 575 Milliarden Dollar, wovon 75 Prozent in Entwicklungsländer flossen. Überweisungen an Entwicklungsländer nahmen aber im zweiten Jahr in Folge um 2,4 Prozent gegenüber 2015 ab. 2016 hatte ca. 80 Prozent der Bevölkerung in den entwickelten Regionen, 40 Prozent in Entwicklungsregionen und 15 Prozent in den am wenigsten entwickelten Ländern Zugang zum Internet.

Die genauer definierten Unterziele des siebzehnten Ziels für nachhaltige Entwicklung gliedern sich in Systemische Fragen, Handel, Kapazitätsaufbau, Finanzierung und Technologie, hierunter fällt das Ziel, „die regionale und internationale Nord-Süd- und Süd-Süd-Zusammenarbeit und Dreieckskooperation im Bereich  Wissenschaft, Technologie und Innovation und dessen Zugang zu verbessern und den Austausch von Wissen zu einvernehmlich festgelegten Bedingungen zu verstärken, u.a. durch eine bessere Abstimmung zwischen den vorhandenen Mechanismen, insbesondere auf Ebene der Vereinten Nationen, und durch einen globalen Mechanismus zur Technologieförderung“.