Ziel 8: Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern

Nur wenige der am wenigsten entwickelten Länder sind dem Ziel eines durchschnittlichen jährlichen Wachstums des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 7 Prozent nahegekommen. Hinzukommt, dass die Arbeitsproduktivität in fast allen Regionen weiterhin langsamer ansteigt als vor der Finanzkrise 2008/09. Steigt die Arbeitsproduktivität, so führt dies zu einer nachhaltigen Erhöhung des Lebensstandards und der Reallöhne. Von Arbeitslosigkeit sind indes insbesondere junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahre betroffen, die damit dreimal so häufig arbeitslos sind wie Erwachsene. Trotz deutlicher Fortschritte in den letzten Jahren leistete 2012 noch immer jedes zehnte Kind Kinderarbeit. 85 Millionen Kinder waren dabei gefährlichen Formen der Arbeit ausgesetzt.

Daher zählt zu den genau definierten Unterzielen des achten Ziels für nachhaltige Entwicklung beispielsweise, „sofortige und wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um Zwangsarbeit abzuschaffen, moderne Sklaverei und Menschenhandel zu beenden und das Verbot und die Beseitigung der schlimmsten Formen der  Kinderarbeit, einschließlich der Einziehung und des Einsatzes von Kindersoldaten, sicherzustellen und bis 2025 jeder Form von Kinderarbeit ein Ende zu setzen“.

  • Ziele für nachhaltige Entwicklung/Agenda 2030 Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung (SDG 8) Keine Armut (SDG 1) Innovation & Infrastruktur (SDG 9)

    Welttourismustag: Tourismus und digitaler Wandel

    Gruppenfoto von Start-up-Unternehmern und Referenten beim Welttourismustag 2018 in Budapest (Foto: Christina Kamp)

    Digitale Technologien haben die stark vernetzte Welt des globalen Tourismus bereits fundamental verändert. Um „disruptive“ Innovationen im diesem Bereich weiter zu fördern, hat die Welttourismusorganisation (UNWTO) den diesjährigen Welttourismustag am 27. September in Budapest zum Thema „Tourismus und digitaler Wandel“ begangen. Im Mittelpunkt stand dabei ein Wettbewerb für Start-up-Unternehmen im Tourismus – doch deren Beiträge zu mehr Nachhaltigkeit sind dürftig bis verbesserungsfähig.

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  • Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung (SDG 8) Veranstaltungsbericht Ziele für nachhaltige Entwicklung/Post-2015 Nachhaltigkeit Was tun

    Nachhaltige Wirtschaft im Praxistext

    Streetscooter im Einsatz in Castrop-Rauxel.

    Die 17 SDGs beweisen sich vor allem in ihrer praktischen Umsetzung. Umso wichtiger sind Unternehmen, die nachhaltige Produkte und Dienstleistungen anbieten. Mit Startup-Unternehmen aus verschiedenen Branchen, die mit Authentizität, transparenten Lieferketten und einer Kombination von Nachhaltigkeit und Qualität punkten, diskutierte die DGVN jüngst im Berliner Impact Hub Praxisbeispiele. Doch die Herausforderungen, am Markt zu bestehen und den „König Kunde“ dauerhaft zu gewinnen, bleiben. Oftmals sehen sich die Jungunternehmen als Treiber für die Großen und als Katalysator für die Verankerung eines nachhaltigeren Wirtschaftens.

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  • Sklaverei/Zwangsarbeit Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung (SDG 8)

    Moderne Sklaverei weiter auf dem Vormarsch

    Eine dunkele liegende Marmorstatue in weißem Gewand liegt in einer Steineinbuchtung

    In der Landwirtschaft, in privaten Haushalten, Restaurants, Schlachtereien oder Bordellen – laut Global Slavery Index arbeiten allein in Europa über eine Millionen Menschen in Formen moderner Zwangsarbeit. Und es werden mehr. Dieser Entwicklung wollen Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen bis 2030 ein Ende setzen. Doch oft fehlen wirksame Gesetze zum Schutz der Betroffenen, auch für illegalisierte Einwanderer und Einwanderinnen.

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  • Ziele für nachhaltige Entwicklung/Agenda 2030 Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung (SDG 8) Klimaschutz (SDG 13)

    Die Bedeutung der Sustainable Development Goals für die Wirtschaft

    Startschuss für die Arbeitsgruppen des Dialogforums "Wirtschaft macht Klimaschutz" (© BMU/Stefan Röhl)

    Agenda 2030 und das Pariser Klimaabkommen können nur erreicht werden, wenn alle Akteure der Zivilgesellschaft, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenarbeiten. Grundvoraussetzung dafür ist, dass die Akteure sich ihrer Verantwortung bewusst sind. Das Erfreuliche: Große Teile der Deutschen Wirtschaft scheinen dies zunehmend zu erkennen, wie etwa die Initiative "Wirtschaft macht KLIMASCHUTZ" zeigt. Solche Initiativen sind lobenswert, aber auch dringend notwendig: Denn der Countdown läuft und es bleibt nicht mehr viel Zeit.

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  • Konflikte & Brennpunkte Friedenssicherung Abrüstung Menschliche Sicherheit Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung (SDG 8) Bevölkerung

    Sanktionen des UN-Sicherheitsrats: Fortsetzung der Diplomatie mit anderen Mitteln

    Sanktionen gegen bestimmte Staaten sind ein häufig genutztes Instrument des UN-Sicherheitsrats zur Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit. Erst kürzlich bestätigten die Mitgliedssaaten einstimmig ihre Entscheidung, das Regime in Nordkorea für seine erneuten Raketentests durch Ausfuhrverbote für Kohle, Eisen und Fisch zu sanktionieren. Solche Sanktionen können vielfältige Maßnahmen umfassen und zielen zumeist auf die wirtschaftliche und diplomatische Isolation eines Staates oder einer Personengruppe ab. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass vor allem die Zivilbevölkerung unter den Sanktionen leidet. Angesicht der aktuellen Entwicklung im Fall Nordkorea stellt sich die Frage, auf welcher Grundlage der Sicherheitsrat hierbei handelt und wie wirksam die beschlossenen Sanktionen sind.

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  • Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung (SDG 8) Klimaschutz (SDG 13)

    Kulturerbe trifft Klimawandel

    Ein wunderschöne Bucht, kleiner Strand, wenige Häuser und Bäume und türkisblaues Meer

    Die schönsten Wochen des Jahres sind vorbei. Was bleibt davon in Erinnerung? Ruhige Buchten, türkisblaues Meer und eine kleine, gemütliche Strandbar oder die Bilder von den vielen Wetterkatastrophen in Italien, den Schlammlawinen und Murenabgängen in den Alpen oder die tagelangen Regenfälle in Deutschland in diesem Sommer? Wenn es nach der UN ginge, sollte die Frage nicht lauten: Wohin fahren wir nächstes Jahr, sondern wie wir in Zukunft reisen wollen.

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  • Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung (SDG 8) Menschliche Entwicklung

    ILO übernimmt Verantwortung für eine grüne Arbeitswelt

    Titelseite des Berichts mit einem grünen, geschwungenen Blatt

    Nicht ohne Grund wird der Klimawandel meistens am vorindustriellen Niveau gemessen. Die Arbeitswelt ist eine fundamentale Ursache für die globale Erwärmung. Guy Ryder, Generaldirektor der Internationale Arbeitsorganisation (ILO), hat auf der diesjährigen Internationalen Arbeitskonferenz im Juni 2017 in einem Bericht die Verantwortung seiner Organisation betont, aktiv den notwendigen Übergang hin zu einer ökologischen, nachhaltigen und sozialen Arbeitswelt mitzugestalten.

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  • Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit (SDG 17) Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung (SDG 8) Menschliche Entwicklung

    Marshallplan mit Afrika – Wirksamkeit der Entwicklungspolitik weiterdenken

    Der „Marshallplan mit Afrika“ von Entwicklungsminister Müller beinhaltet Eckpunkte für eine neue deutsche entwicklungspolitische Afrika-Strategie. Die Vorschläge verbinden öffentliche und private Entwicklungszusammenarbeit mit afrikanischen Ansätzen. Daneben bestehen zwei weitere Schwerpunkte zur Friedensicherung und Governance-Förderung. Um das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent im Sinne der Ziele für Nachhaltige Entwicklung zu erreichen, sollte laut Sarah Holzapfel und Alexandra Rudolpf vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik die Wirksamkeit der Entwicklungspolitik weitergedacht werden.

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  • Verantwortungsvoller Konsum (SDG 12) Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung (SDG 8)

    Green Economy – Optionen für nachhaltigen Konsum

    Mit Ziel Nr. 12 haben nachhaltiger Konsum und Produktion explizit Aufnahme in die Ziele für Nachhaltige Entwicklung erhalten. Babette Never vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik schreibt, dass auf der wirtschaftlichen Angebotsseite die "Green Economy" mit Ressourceneffizienzstandards, Emissionsauflagen und grünen Investitionsanreizen für produzierende Gewerbe schon fast eine alte Bekannte ist. Doch auf der Nachfrageseite stand der Konsum bisher weniger im Fokus von Überlegungen zu nachhaltigen Wirtschaften. Was kann getan werden, um das Ziel zu erreichen?

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  • Veranstaltungsbericht Ziele für nachhaltige Entwicklung/Agenda 2030 Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung (SDG 8) Menschliche Entwicklung

    DGVN-Veranstaltung „Tourismus – Chancen und Risiken für nachhaltige Entwicklung?“

    UNWTO-Generalsekretär Taleb Rifai (© Alfredo Märker)

    Das „Internationale Jahr des nachhaltigen Tourismus für Entwicklung 2017“ soll helfen, den Tourismus in umweltfreundliche und sozialverträgliche Bahnen zu lenken. Einige der zentralen Herausforderungen beleuchteten Fachleute auf einer Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft der Vereinten Nationen (DGVN) im Vorfeld der Internationalen Tourismusbörse im März in Berlin. Während UNWTO-Generalsekretär Taleb Rifai sich für ein „Recht auf Reisen“ stark macht, muss es aus zivilgesellschaftlicher Sicht um eine resolute Neuausrichtung der Tourismuswirtschaft gehen, mit den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte als Referenzrahmen.

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Die Ziele für Nachhaltige Entwicklung