Klimaflucht

Flucht vor dem Hurrikan in Haiti

Wenn die weltweiten Durchschnittstemperaturen in diesem Jahrhundert um vier Grad steigen sollten, könnten laut UNDP etwa 330 Millionen Menschen gezwungen sein, ihre bisherigen Wohngebiete wegen verheerender Überschwemmungen aufzugeben. Allein in Bangladesch wären über 70 Millionen Menschen betroffen. Bereits heute stehen die Bewohner kleiner Pazifikstaaten  nicht mehr vor der Frage, ob sie ihre Heimat verlassen müssen, sondern nur, wie lange sie noch auf den heimatlichen Atollen ausharren können, die im Meer zu versinken drohen.

Überflutungen von Küstenregionen und Inseln sind nicht die einzigen Gründe für die erzwungene Migration größerer Bevölkerungsgruppen aufgrund von Klimaveränderungen. Besonders groß ist der Migrationsdruck am Südrand der Sahara. Die rasche Ausbreitung der Wüste zwingt immer mehr Menschen, ihre bisherigen Siedlungsgebiete in der Sahel-Zone aufzugeben und entweder in den Süden des eigenen Landes zu ziehen oder in andere Länder auszuwandern. Ähnliche Prozesse gibt es am Rande anderer Wüstengebiete.

Interaktive Online-Ausstellung

Um auf die Gefahr von Vertreibungen aufgrund des Klimawandels aufmerksam zu machen und persönliche Schicksale betroffener Menschen emotional erfahrbar zu machen, hat die DGVN unter www.klimaflucht.de die Online-Ausstellung "Klimaflucht" entwickelt. 29 reale Geschichten stehen für die Menschen aus allen Weltregionen, die zu Opfern der globalen Klimakatastrophe werden oder uns auf unsere Verantwortung aufmerksam machen. In kurzen Audio- und Videobeiträgen erfahren Betrachterinnen und Betrachter unterschiedlichste Schicksale, Ängste und Perspektiven, sowie Informationen zu den Folgen des Klimawandels und die Möglichkeit, sich mit ihrem eigenen ökologischen Fußabdruck zu beschäftigen.

Wanderausstellung

Die Deutsche Klimastiftung hat mittlerweile in Zusammenarbeit mit der DGVN zehn Figuren nachgebaut. Die lebensgroßen Figuren gehen auf Wanderschaft durch Deutschland, um so auf Klimaflucht aufmerksam zu machen. Die Wanderausstellung "Klimaflucht" kann bei der Deutschen Klimastiftung ausgeliehen werden.

  • Klimaschutz (SDG 13) Reduzierte Ungleichheiten (SDG 10) Klimaflucht

    Klimafolgekosten: Währung menschliches Leiden

    Der Taifun Haiyan zerstörte 90 Prozent der Kokosnusspalmen in Leyte, Philippinen, 2014. (Quelle: Oxfam/Jan Kowalzig)

    Es steht außer Frage, dass das der Klimawandel vom Menschen verursacht ist und dessen Auswirkungen gravierend sind. Auch dass die Folgen des Klimawandels Menschen unterschiedlich stark treffen ist offensichtlich. Doch die Berechnung der Kosten des Klimawandels ist komplex und stößt an Grenzen. Vor allem dann, wenn es um dessen gesellschaftliche Auswirkungen geht.

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  • Politik & Gesellschaft Klimaflucht Migration Bevölkerung

    Klimawandel in Kiribati: Für eine „Migration in Würde“

    An einem Strand gehen zwei junge Menschen entlang, sie sind umgeben von großen Pfützen

    „All die Probleme haben zur Folge, dass ich gezwungen sein werde, meine Heimat zu verlassen und in ein anderes Land zu ziehen. Und das schmerzt mich zutiefst. Es macht mich sehr traurig, denn ich liebe meine Kultur und meine Identität, meine Freunde und meine Schule.“ So hat Kirita Moote, die als Teenager in Kiribati lebt, kürzlich in einem UNICEF-Beitrag ihre Zukunftssorgen beschrieben. Kiribati zählt zu den Staaten der Welt, die am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen ist. Um 5,9 cm ist der Meeresspiegel im Seegebiet des pazifischen Inselstaates in den letzten zwei Jahrzehnten gestiegen. Ebenso beunruhigend sind die heftigen Stürme, die immer wieder größere Teile des kleinen Landes überfluten lassen.

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  • Klimaflucht

    Klimawandel: Globales Problem, unterschiedliche Verwundbarkeit

    Ein Mann aus Bangladesch, der barfuß über matschigen Boden läuft.

    Der Klimawandel ist ein globales Phänomen, dessen Folgen weltweit spürbar sind. Dennoch unterscheiden sich seine Auswirkungen von Region zu Region erheblich. Das ganze Ausmaß bekommen vor allem die Ärmsten der Armen zu spüren, die am stärksten verwundbar sind und den Folgen der globalen Erwärmung schutzlos ausgeliefert sind. Während sich wohlhabende Länder aufgrund der vorhandenen technischen Möglichkeiten und finanziellen Mittel relativ gut gegen Veränderungen klimatischer Bedingungen wappnen können, ist die Anpassungsfähigkeit betroffener Entwicklungsländer häufig stark eingeschränkt. Folglich werden auch in Zukunft besonders viele Klimaflüchtlinge aus Entwicklungsländern stammen.

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  • Klimaflucht Energiefragen & Treibhausgase Menschenrechte & Ökologie Wirtschaft

    Klimawandel und Flucht: Welche Schutzrechte für Klimaflüchtlinge?

    Auf dem Foto ist die Insel Kiribati zu sehen. Es ist sichtbar, dass das Wasser bereits Teile der Insel überspült hat.

    Der Anstieg des Meeresspiegels, Gletscherschmelze, Bodenerosion, Überschwemmungen, Dürren und Desertifikation sind dafür verantwortlich, dass weltweit ganze Gebiete dauerhaft unbewohnbar werden oder gar vollständig von der Landkarte verschwinden. Schätzungen zufolge werden im Jahr 2050 etwa 200 Millionen Menschen gezwungen sein, ihre Heimat als Folge des Klimawandels zu verlassen. Anders als politische Flüchtlinge, werden Klimaflüchtlinge bislang nicht von der Genfer Flüchtlingskonvention erfasst. Angesichts dessen stellt sich die Frage, welcher Schutz Menschen geboten werden kann, deren Lebensgrundlage von den Auswirkungen des Klimawandels bedroht ist.

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  • Humanitäre Hilfe Klimaflucht Katastrophen Konflikte & Brennpunkte Menschliche Sicherheit PORTALKATEGORIEN

    70 Jahre Vereinte Nationen: Herausforderung humanitäre Hilfe

    Überall auf der Welt kommt es immer wieder zu Katastrophen, Kriegen oder schweren Unfällen, die das Leben von Millionen Menschen beeinträchtigen. Die oft unermessliche Not der Betroffenen überfordert einzelne Staaten und verlangt nach internationaler Hilfe. Seit ihrer Gründung vor 70 Jahren stellen die Vereinten Nationen diese sogenannte humanitäre Hilfe auf allen Ebenen bereit.

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  • DGVN-Nachrichten Klimaflucht Migration & Menschenrechte

    "Klimaflucht - Bedrohte Lebenswelten" - Start der DGVN-Crowdfundingkampagne

    Animation der Ausstellungsfiguren auf dem Bebelplatz in Berlin. Passantinnen und Passanten gehen zwischen den Figuren hindurch.

    Die Idee, das Thema "Klimaflucht" der breiten Öffentlichkeit mit einer Wanderausstellung nahe zu bringen und somit dazu beizutragen, es weit oben auf die politische Agenda zu setzen, entstand Ende des Jahres 2011 im Rahmen einer Initiative deutscher Nichtregierungsorganisationen, die sich zum Ziel gesetzt hatte, Aufmerksamkeit für klimabedingte Flucht und Migration zu schaffen. Nun wird es ernst: Die DGVN möchte die Ausstellungsfiguren bauen und benötigt dafür Ihre Unterstützung!

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  • Klimaflucht

    Irans Urmiasee wird zur Salzwüste

    Der Urmiasee im Nordwesten Irans trocknet aus. Mit seiner zehnfachen Fläche des Bodensees ist er der größte Binnensee des Nahen Ostens und einer der größten Salzseen der Erde. Seit dem Jahr 1995 ist der Urmiasee um mehr als 80 Prozent seiner ursprünglichen Fläche auf 1000 Quadratkilometer geschrumpft. Ohne Gegenmaßnahmen könnte der See innerhalb von zwei Jahren eine komplette Salzwüste sein.

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  • Klimaflucht

    "Die Zeit ist noch nicht reif für einen UNO-Prozess"

    Im DGVN-Interview zeigt Prof. Dr. Walter Kälin die Herausforderungen klimabedingter Migration und Flucht auf. Er stellt die Nansen-Initiative vor, die den Schutz für Opfer von Naturkatastrophen anstrebt. Die Initiative soll ein Forum schaffen, um dringend benötigte Lösungsansätze zu diskutieren. Im Rahmen der Vereinten Nationen gebe es derzeit wenig Chancen, die Situation der Klima- und Umweltflüchtlinge anzugehen.

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  • Klimaflucht

    "Die Zeit ist noch nicht reif für einen UNO-Prozess" (copy 1)

    Im DGVN-Interview zeigt Prof. Dr. Walter Kälin die Herausforderungen klimabedingter Migration und Flucht auf. Er stellt die Nansen-Initiative vor, die den Schutz für Opfer von Naturkatastrophen anstrebt. Die Initiative soll ein Forum schaffen, um dringend benötigte Lösungsansätze zu diskutieren. Im Rahmen der Vereinten Nationen gebe es derzeit wenig Chancen, die Situation der Klima- und Umweltflüchtlinge anzugehen.

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  • Klimaflucht

    Bedrohen Klimakriege die Zukunft der Menschheit?

    Ein Man reitet durch einen Sandsturm

    Löst der Klimawandel kriegerische Auseinandersetzungen aus? Die internationale Debatte ist durch eine Studie der University of Colorado neu entfacht worden.

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