Ziel 7: Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern

Der Zugang der Weltbevölkerung zu Elektrizität konnte von 78 Prozent im Jahr 2000 zu 85,3 Prozent im Jahr 2014 gesteigert werden. In ländlichen Gebieten liegt er derweil nur bei 73 Prozent, in Subsahara-Afrika gerade einmal bei 17 Prozent. Zwischen 2012 und 2014 reduzierten drei Viertel der 20 Länder mit dem weltweit höchsten Energieverbrauch ihre Energieintensität. Die Fortschritte sind für die Erreichung des Ziels allerdings noch nicht ausreichend. Der Anteil der erneuerbaren Energien am weltweiten Energiebedarf ist zwischen 2000 und 2014 gerade einmal um 0,8 Prozentpunkte gestiegen.

Daher zählt zu den genau definierten Unterzielen des siebten Ziels für nachhaltige Entwicklung beispielsweise, den „Anteil erneuerbarer Energie am globalen Energiemix bis 2030 deutlich zu erhöhen“. 

Die Vorteile nachhaltiger Energie

1,5 Milliarden Menschen weltweit leben ohne Stromversorgung, wegen finanzieller Not oder einem schlecht ausgebauten Stromnetz. Der Zugang zu nachhaltiger, sauberer Energie ist ein Schlüssel, um diesen Menschen zu langfristiger, dauerhafter und nachhaltiger Entwicklung zu verhelfen, weltweite Armut konstant zu bekämpfen und somit auch andere Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen.

Nachhaltige Energie schafft Jobs, Sicherheit, schützt Ökosysteme und das Klima, stärkt Volkswirtschaften und die Selbstständigkeit von Kommunen. Solar- und Windkraft erzeugen Energie mit geringen negativen Einflüsse auf die Umwelt. Sie erreichen mithilfe von Mini-Grids auch abgelegene Gebiete. Um Aufmerksamkteit auf das Problem zu lenken und neue Lösungsansätze zu erarbeiten, erkärten die Vereinten Nationen bereits das Jahr 2012 zum "Internationalen Jahr der nachhaltigen Energie für alle" und riefen UN-Energy in Lebens, eine Leitgruppe aus 20 UN-Organen und Organisationen. Ihre Initiative "Nachhaltige Energie für alle" (See4All) soll bis 2030 weltweit zu universalem Energiezugang, der Verdopplung der weltweiten Energieeffizienz und Verdopplung des Anteils erneuerbarer Energien am globalen energiemix führen.

  • COP23 Klimaschutz (SDG 13) Politik & Gesellschaft Energiefragen & Treibhausgase

    Offener Brief: Wir möchten in einem Deutschland leben, das zu seinen Versprechen steht. Wir wollen konkretes Handeln im Klimaschutz.

    Die Klimadelegation des Jugendbündnis Zukunftsenergie hat einen offenen Brief an die Unterhändler der sondierenden Parteien CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen veröffentlicht, indem sie vor dem Hintergrund der 23. UN-Klimakonferenz (COP23) eine zukunftsfähige, ambitionierte Klimapolitik und die Umsetzung der deutschen Klimaschutzversprechen fordert. Der offene Brief wird von zahlreichen Organisationen und auch der DGVN unterstützt.

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  • Energiefragen & Treibhausgase UN-Klimakonferenzen COP23

    Es knirscht gewaltig

    Große Windräder an stehen an der Küste

    Die erste Woche Klimaverhandlung in Bonn ist um. Der Fahrplan für die Umsetzung des Pariser Abkommens soll detaillierter ausgehandelt und die finanziellen Mittel gestärkt werden. Parallel dazu sind in Berlin die Sondierungsgespräche in die heiße Phase der Kompromissfindung gestartet. Nicht nur Umweltverbände fordern Restkontingente für Kohlendioxid, der Rufe nach einem höheren CO2-Preis werden von allen Seiten her lauter. Macht Bonn Berlin endlich Beine?

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  • Deutschland & die Agenda 2030 Gendergerechtigkeit & Frauenrechte (SDG 5) Gute Gesundheitsversorgung (SDG 3) Klimaschutz (SDG 13) Reduzierte Ungleichheiten (SDG 10) Verantwortungsvoller Konsum (SDG 12) Erneuerbare Energie (SDG 7) Wasser und sanitäre Einrichtungen (SDG 6)

    Die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie – ein Paradigmenwechsel?

    Soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und in­ternationale Verantwortung sind Leitprinzipien, an denen sich politisches Handeln ausrichten muss. Die Deutsche Nachhaltigkeits-strategie ist dazu ein wichtiger Schritt. Für eine konsequente Umsetzung der Agenda 2030 in und durch Deutschland ist sie aus Sicht der Organisation Women Engage for a Common Future (WECF) allerdings noch keine hinreichende Grundlage. WECF fordert deshalb die neue Bundesregierung auf, die Nachhaltigkeitsstrategie kohärent und ressortübergreifend weiterzuentwickeln, damit nachhaltige Entwicklung und Geschlechtergerechtigkeit ohne weitere Verzögerung ermöglicht und eingeleitet wird.

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  • Ziele für nachhaltige Entwicklung/Agenda 2030 Zivilgesellschaft Energiefragen & Treibhausgase

    Großbaustelle Nachhaltigkeit

    Bericht: Großbaustelle Nachhaltigkeit

    Zahlreiche Verbände, Gewerkschaften und Nichtregierungs-organisationen haben am 5. September 2017 in Berlin den Bericht "Großbaustelle Nachhaltigkeit - Deutschland und die globale Nachhaltig-keitsagenda" vorgestellt. 42 Expertinnen und Experten analysieren in dem Bericht unterschiedliche "Baustellen" der deutschen Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung und beleuchten Themen von der Steuergerechtigkeit, über Armutsbekämpfung, Gesundheitsvorsorge, Kohleausstieg bis hin zu Gewaltprävention.

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  • Erneuerbare Energie (SDG 7) Klimaschutz (SDG 13)

    Die Zukunft von 100% erneuerbarer Energie ist greifbar

    Titelseite der Studie führt zur pdf-Datei

    Erneuerbare Energien spielen längst keine Nischenrolle mehr. Moderne Solartechnik und effiziente Windkraftanlagen sind auf einem guten Weg, Kohle, Öl und Gas zu ersetzen. Doch nur ein zügiger Ausstieg aus der fossilen Energieerzeugung kann den Klimawandel stoppen. Es scheint schneller möglich als gedacht, meinen einige Experten in einem aktuellen Bericht der REN 21.

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  • Energiefragen & Treibhausgase Klimaschutz (SDG 13)

    Die Uhr tickt: Wie viel Zeit bleibt noch für das 1,5°C- und 2°C-Ziel?

    Bei einem mittleren Szenario bleiben bis zum Erreichen des 1,5°C-Marke bei der globalen Erwärmung laut der CO2-Budget-Uhr des MCC im März 2017 nichtmals mehr anderthalb Jahre Zeit.

    Auf der Klimakonferenz von Paris haben sich die Staaten darauf verständigt, die globale Erderwärmung auf deutlich unter 2°C und möglichst 1,5°C im Vergleich zu begrenzen. Die Zeit, um diese ambitionierten Ziele zu erreichen wird knapp. Eine CO2-Uhr des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change veranschaulicht, wie wenig Zeit nur noch bleibt. Nach einigen Modellen ist die Zeit für das Einhalten des 1,5°-Ziels bereits abgelaufen, selbst in optimistischen Szenarien bleiben nur noch wenige Jahre.

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  • Menschenrechte & Ökologie Wirtschaft Energiefragen & Treibhausgase Korruption/Kriminalität Menschenrechte & Entwicklung

    Steinkohleabbau in Kolumbien: Zerstörung der Lebensgrundlage lokaler Gemeinden?

    © Kolko e.V.

    Riesige Mengen Steinkohle werden täglich im kolumbianischen Bundesstaat La Guajira für den Export gefördert. Löcher werden in die Erde gerissen, dabei kommen große Mengen Staub in die Luft und es werden enorme Mengen Wasser verbraucht. Doch während die Unternehmen am Steinkohleabbau verdienen, ist für die umliegenden Gemeinden - entgegen vertraglicher Abmachungen - noch nicht einmal die Trinkwasserversorgung gewährleistet. Die Umsetzung der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung, die unter anderem Zugang zur einer sauberen Trinkwasserversorgung zusagt, steht in Gefahr. Ein Gastbeitrag von Alexandra Huck.

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  • Energiefragen & Treibhausgase

    „Ökologische Zivilisation“ in China mit ambitionierten Zielen

    Ein dichter, grüner Uferstreifen vor bewaldetet, steilen Hügeln

    „Das chinesische Konzept der ‚ökologischen Zivilisation‘ hat einen Einfluss auf den globalen Diskurs zur nachhaltigen Entwicklung. Es berücksichtigt ökologische, soziale, wirtschaftliche und ebenso politische und kulturelle Aspekte der Entwicklung.“ Diese positive Bewertung nahm Sheng Fulai, der Leiter der die Abteilung für ökonomische Forschung des UN-Umweltprogramms, anlässlich der Veröffentlichung eines Berichtes zur „Grünen Zivilisation“ in China. „Der Bericht stellt dar, welche Erfolge China bereits bei dem Bemühen erzielt hat, Wirtschaftswachstum und den Schutz der Umwelt miteinander in Einklang zu bringen und was im Rahmen des gegenwärtigen Fünfjahresplans bis 2020 noch erreicht werden soll.

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  • Ziele für nachhaltige Entwicklung/Agenda 2030 Energiefragen & Treibhausgase

    Paris-Abkommen & Nachhaltige Entwicklungsziele: "United they stand, divided they fall?"

    Projizierung der Nachhaltigen Entwicklungsziele am UN-Hauptsitz in New York (© UN Photo / Cia Pak)

    Im Jahr 2015 gelangen den Vereinten Nationen mit der Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens und der Einigung auf eine Agenda für nachhaltige Entwicklung zwei große Erfolge. Die Umsetzung beider Beschlüsse ist dabei eng miteinander verbunden. Eine neue Studie des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) zeigt nun Synergien und mögliche Zielkonflikte auf und kommt zum Schluss, dass eine mangelnde Umsetzung des Paris-Abkommens auch die langfristige Realisierung der Entwicklungsziele deutlich erschweren würde.

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  • Energiefragen & Treibhausgase

    Afghanistan: Neue Öfen braucht das Land

    Eine Gruppe Kinder und Frauen sitzt vor einem Ofen

    Bamiyan bedeutet: „Der Ort des strahlenden Lichtes“. Bamiyan ist auch der Name einer Provinz im gebirgigen Zentrum Afghanistans. Dort kommt allerdings für die meisten Menschen das Licht bis heute nicht aus elektrischen Lampen, denn wie in anderen ländlichen Gebieten Afghanistans sind sie nicht an das Stromnetz angeschlossen. Eine Konsequenz ist, dass fast alle Haushalte in Bamiyan traditionelle Öfen nutzen, um zu kochen, Wasser zu erhitzen und Wärme zu erzeugen. Sie verursachen viele gesundheitliche und ökologische Schäden und werden nun zunehmend durch umwelt- und klimafreundliche Öfen ersetzt.

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  • Weitere Nachrichten im Archiv

Die Ziele für Nachhaltige Entwicklung