Ziel 2: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern

Der Anteil der Unterernährten sank weltweit von 15 Prozent zwischen 2000 und 2002 auf etwa 11 Prozent zwischen 2014 und 2016, d.h. dass in etwa 790 Millionen Menschen betroffen sind. Zweidrittel davon leben in Südasien und Subsahara-Afrika. Bei über 150 Millionen betroffenen Kindern ist die Lage besonders dramatisch, denn sie sind von Wachstumshemmung betroffen (für ihr Alter zu klein). Derzeit sind wegen Hungersnöten in Jemen, in Nigeria, Somalia und Südsudan bis zu 20 Millionen Menschen akut vom Hungertot bedroht.

Zu den genau definierten Unterzielen des zweiten Ziels für nachhaltige Entwicklung zählt beispielsweise, dass „alle Menschen, insbesondere die Armen und Menschen in prekären Situationen, einschließlich Kleinkindern, ganzjährig Zugang zu sicheren, nährstoffreichen und ausreichenden Nahrungsmitteln haben“.

Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf Nahrungssicherheit?

Der Klimawandel hat weltweit Auswirkungen auf die Nahrungssicherheit unzähliger Menschen. Dürren, zunehmende Naturkatastrophen oder die Versalzung vormals fruchtbarer Böden durch den Meeresspiegelanstieg stellen große Herausforderungen für die zukünftige Ernährung der steigenden Weltbevölkerung und insbesondere die Überlebensfähigkeit und das Wohlergehen der betroffenen Menschen in ihren Heimatregionen dar. Klicken Sie auf die Grafik, um die Auswirkungen von Meeresspiegelanstieg und Naturkatastrophen in Folge des Klimawandels auf die Ernährungssicherheit in verschiedenen Weltregionen zu sehen. 

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