Ziel 15: Landökosysteme schützen wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen

Geschützte und wiederhergestellte Ökosysteme und ihre biologische Vielfalt können zur Abschwächung des Klimawandels beitragen und die Widerstandskraft gegenüber
wachsendem Bevölkerungsdruck und häufigeren Katastrophen erhöhen. Von 2000 bis 2017 stieg der als Schutzgebiet ausgewiesene Anteil der für die Biodiversität besonders wichtigen Gebiete weltweit im Schnitt von 35 auf 47 Prozent (Land), von 32 auf 43 Prozent (Süßwasser) und von 39 auf 49 Prozent (Gebirge). Der Verlust der biologischen Vielfalt geht jedoch erschreckend schnell voran. Korallen, Amphibien und Palmfarne sind aufgrund spezifischer und zunehmender Bedrohungen stark rückgängig. Die durch Klimawandel und lokale Faktoren verursachte Korallenbleiche schädigt die Korallenriffe weltweit; diese könnten bis 2050 ganz verschwinden.

Daher zählt zu den genauer definierten Unterzielen des fünfzehnten Ziels für nachhaltige Entwicklung beispielsweise, „umgehende und bedeutende Maßnahmen zu ergreifen, um die Verschlechterung der natürlichen Lebensräume zu verringern, dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende zu setzen und bis 2020 die bedrohten Arten zu schützen und ihr Aussterben zu verhindern“. 

  • Leben an Land (SDG 15) Leben unter dem Wasser (SDG 14) Menschenrechte & Ökologie

    „Make biodiversity great again!“

    Am von den Vereinten Nationen ausgerufenen internationalen Tag der Biodiversität am 22. Mai blicken viele besorgt in die USA. Dort hat Donald Trump in den ersten Monaten seiner Präsidentschaft bewiesen, dass Umwelt- und Klimaschutz nicht zu den Prioritäten seiner Präsidentschaft zählen. Vielmehr versucht seine Administration, Umweltregulierungen aus der Obama-Ära zurückzufahren. Der diesjährige Tag der Biodiversität steht unter dem Thema Tourismus – eine Industrie, die in den USA rund 3 Prozent zum BIP beiträgt. Für die Biodiversitätsexpertin Carmen Richerzhagen des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) und ihre Co-Autorin Marianne Alker von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) steht daher fest: Die USA müssen Ihre Umwelt- und Artenvielfalt endlich als nachhaltige Ressource verstehen. Mehr dazu sowie was es mit der Motte Neopalpa donaldtrumpi und dem so-genannten „Trump-Index“ auf sich hat, erfahren Sie in der neuen Aktuellen Kolumne.

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Die Ziele für Nachhaltige Entwicklung