Ziel 13: Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen

Die Erdtemperatur stieg 2016 weiter an und erreichte einen neuen Rekord von etwa 1,1° C über dem Wert der vorindustriellen Zeit. Das Übereinkommen von Paris trat am 4. November 2016 in Kraft und steht für eine stärkere Handlungsorientierung zugunsten von Klimaschutz und nachhaltiger Entwicklung. Zum 7. Juni 2017 hatten 148 Vertragsparteien das Übereinkommen ratifiziert; davon hatten 142 Vertragsparteien (141 Länder und die Europäische Kommission) dem Sekretariat des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen ihre ersten national festgelegten Beiträge vorgelegt. Trotz Fortschritten bei der Umsetzung von Strategien der Katastrophenvorsorge steigt die Zahl der durch Naturgefahren verursachten Todesfälle weiter an. Von 1990 bis 2015 starben bei international gemeldeten Naturgefahren mehr als 1,6 Millionen Menschen.

Daher zählt zu den genauer definierten Unterzielen des dreizehnten Ziels für nachhaltige Entwicklung beispielsweise die „Widerstandskraft und die Anpassungsfähigkeit gegenüber klimabedingten Gefahren und Naturkatastrophen in allen Ländern zu stärken“. 

Die Ziele für nachhaltige Entwicklung und das Klimaabkommen von Paris

Im selben Jahr, indem sich die Staaten der Welt auf die Ziele für nachhaltige Entwicklung verständigen, beschlossen sie auf der UN-Klimakonferenz in Paris auch das Klimaabkommen von Paris. Somit sind die Nachhaltigkeitsziele und das Paris-Abkommens nicht nur politisch und bei ihrer Umsetzung eng miteinander verknüpft. Auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass die Umsetzung einzelner der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung deutlich schwerer oder sogar unmöglich wird, wenn das Paris-Abkommen nicht konsequent umgesetzt wird. Andererseits versinnbildlicht gerade das Ziel zur Ergreifung von Maßnahmen gegenüber dem Klimawandel auch die Interessenskonflikte, die zwischen einzelnen nachhaltigen Entwicklungszielen - beispielsweise zwischen Ziel 8 zu wirtschaftlicher Entwicklung und Ziel 14 und 15 zum Erhalt von Biodiversität an Land und im Meer - bestehen und die Notwendigkeit, eine Balance zwischen den verschiedenen Zielen zu finden.

Weitere Informationen zum Klimawandel und seiner Bekämpfung finden Sie hier.

  • COP23 Klimaschutz (SDG 13) Politik & Gesellschaft Energiefragen & Treibhausgase

    Offener Brief: Wir möchten in einem Deutschland leben, das zu seinen Versprechen steht. Wir wollen konkretes Handeln im Klimaschutz.

    Die Klimadelegation des Jugendbündnis Zukunftsenergie hat einen offenen Brief an die Unterhändler der sondierenden Parteien CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen veröffentlicht, indem sie vor dem Hintergrund der 23. UN-Klimakonferenz (COP23) eine zukunftsfähige, ambitionierte Klimapolitik und die Umsetzung der deutschen Klimaschutzversprechen fordert. Der offene Brief wird von zahlreichen Organisationen und auch der DGVN unterstützt.

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  • COP23 Klimaschutz (SDG 13) UN-Klimakonferenzen Politik & Gesellschaft

    Von großen Ozeanstaaten, Superfrauen und vom Klima - Impressionen von der UN-Klimakonferenz in Bonn

    Eine traditionelle fidschianische "Talanoa Session".

    In Bonn geht die Klimakonferenz in die zweite Woche. In korrekter Formulierung ist es die 23. Konferenz der Vertragsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention (COP23). Und nach der Euphorie von Paris, wo 2015 das Klimaabkommen verabschiedet wurde, fragt man sich zunächst, worum es denn jetzt schon wieder geht. Im Grunde um alles: um Menschenrechte, Frauenrechte, Klima- und ökologische Gerechtigkeit ebenso wie um Sozial- und Wirtschaftspolitik. Eindrücke von der ersten Konferenzwoche von DGVN-Vorstandsmitglied Gabriele Köhler.

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  • Energiefragen & Treibhausgase UN-Klimakonferenzen COP23

    Es knirscht gewaltig

    Große Windräder an stehen an der Küste

    Die erste Woche Klimaverhandlung in Bonn ist um. Der Fahrplan für die Umsetzung des Pariser Abkommens soll detaillierter ausgehandelt und die finanziellen Mittel gestärkt werden. Parallel dazu sind in Berlin die Sondierungsgespräche in die heiße Phase der Kompromissfindung gestartet. Nicht nur Umweltverbände fordern Restkontingente für Kohlendioxid, der Rufe nach einem höheren CO2-Preis werden von allen Seiten her lauter. Macht Bonn Berlin endlich Beine?

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  • COP23 Klimaschutz (SDG 13) Veranstaltungsbericht Gendergerechtigkeit & Frauenrechte (SDG 5)

    Jugendklimakonferenz COY13

    Teilnehmende der COY13 (Foto: COY13)

    Vom 2. - 4. November 2017 hat in Bonn die 13. Jugendklimakonferenz (COY13) stattgefunden. Über 1.300 junge Menschen aus über 100 Ländern tauschten sich über ihre Erfahrungen mit dem Klimawandel aus und diskutieren über Lösungsansätze für den Klimawandel, Klimagerechtigkeit für zukünftige Generationen, nachhaltige Entwicklung und ihre Erwartungen an die anstehende UN-Klimakonferenz (COP23). Die DGVN hat sich mit mehreren Workshops beispielsweise zu Gendergerechtigkeit und Klima sowie Hintergrundgesprächen an der Konferenz beteiligt.

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  • Klimaschutz (SDG 13) Reduzierte Ungleichheiten (SDG 10) Klimaflucht

    Klimafolgekosten: Währung menschliches Leiden

    Der Taifun Haiyan zerstörte 90 Prozent der Kokosnusspalmen in Leyte, Philippinen, 2014. (Quelle: Oxfam/Jan Kowalzig)

    Es steht außer Frage, dass das der Klimawandel vom Menschen verursacht ist und dessen Auswirkungen gravierend sind. Auch dass die Folgen des Klimawandels Menschen unterschiedlich stark treffen ist offensichtlich. Doch die Berechnung der Kosten des Klimawandels ist komplex und stößt an Grenzen. Vor allem dann, wenn es um dessen gesellschaftliche Auswirkungen geht.

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  • DGVN-Nachrichten UN-Klimakonferenzen Klimaschutz (SDG 13) COP23

    Die DGVN bei der COP23 in Bonn

    Das Logo der anstehenden UN-Klimakonferenz in Bonn.

    Vom 6. - 17. November 2017 findet in Bonn die 23. UN-Klimakonferenz (COP23) unter der Präsidentschaft von Fidschi statt. Die DGVN nimmt mit einem Team von Jugend-beobachterinnen und -beobachtern an der Konferenz teil und begleitet die Klimakonferenz und die vorgeschaltete Jugendklimakonferenz (COY13) mit zahlreichen weiteren Aktivitäten.

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  • Klimaschutz (SDG 13) COP23

    Die freiwilligen Selbstverpflichtungen des Pariser Klimavertrags

    © UN Photo/Rick Bajornas

    Vor knapp zwei Jahren verabschiedete die Klimakonferenz in Paris ein neues Klimaabkommen. Wenige Wochen vor dem Klimagipfel in Bonn (COP 23) lohnt es sich, noch einmal einen Blick auf die wesentlichen Artikel des Paris-Abkommens zu werfen. Zu den Kernelementen des Abkommens gehört die Verpflichtung, dass alle Mitgliedsstaaten selbstständig national festgelegte Beitrage zur Reduzierung ihrer klimaschädlichen Emmissionen erarbeiten und veröffentlichen müssen. Was sind die Vor- und Nachteile dieses "bottom-up"-Ansatzes? Wie weitgehend sind diese nationalen Beiträge bisher?

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  • Frieden und Gerechtigkeit (SDG 16) Klimaschutz (SDG 13) Politik & Gesellschaft

    Wir schaffen uns ab, ganz demokratisch: Plädoyer für eine lebensfreundliche Demokratie

    Auszählung einer Wahl in Timor-Leste (© UN Photo/Martine Perret)

    Am 15. September eines jeden Jahres begehen die Vereinten Nationen den „Internationalen Tag der Demokratie“. Ein passender Anlass, um ernüchtert festzustellen: Trotz Demokratie setzen wir als Gesellschaft seit Jahrzehnten eine friedliche und stabile Zukunft aufs Spiel. Besonders bei komplexen Bedrohungen, wie zum Beispiel dem Klimawandel, lädt die Demokratie dazu ein, Probleme aufzuschieben anstatt sie zu lösen. Die Transformation zur Nachhaltigkeit gelingt nur, wenn wir unsere Demokratie ändern, schreibt Okka Lou Mathis vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik .

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  • Deutschland & die Agenda 2030 Gendergerechtigkeit & Frauenrechte (SDG 5) Gute Gesundheitsversorgung (SDG 3) Klimaschutz (SDG 13) Reduzierte Ungleichheiten (SDG 10) Verantwortungsvoller Konsum (SDG 12) Erneuerbare Energie (SDG 7) Wasser und sanitäre Einrichtungen (SDG 6)

    Die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie – ein Paradigmenwechsel?

    Soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und in­ternationale Verantwortung sind Leitprinzipien, an denen sich politisches Handeln ausrichten muss. Die Deutsche Nachhaltigkeits-strategie ist dazu ein wichtiger Schritt. Für eine konsequente Umsetzung der Agenda 2030 in und durch Deutschland ist sie aus Sicht der Organisation Women Engage for a Common Future (WECF) allerdings noch keine hinreichende Grundlage. WECF fordert deshalb die neue Bundesregierung auf, die Nachhaltigkeitsstrategie kohärent und ressortübergreifend weiterzuentwickeln, damit nachhaltige Entwicklung und Geschlechtergerechtigkeit ohne weitere Verzögerung ermöglicht und eingeleitet wird.

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  • UN-Aktuell UN-Klimakonferenzen

    Freiwillige für UN-Klimakonferenz in Bonn gesucht

    Das UN-Freiwilligen-programm (UNV) und das UN-Klimasekretariat (UNFCCC) suchen 650 Freiwillige, die bei der logistischen Vorbereitung und Durchführung der COP23-Klimaverhandlungen in Bonn vom 6. - 17. November 2017 helfen. Bewerben kann man sich ab dem 18. September 2017.

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  • Weitere Nachrichten im Archiv

Die Ziele für Nachhaltige Entwicklung